Hallenbad wichtig für Mittelzentrum

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Mit dem Spatenstich fiel der Startschuss für das neue Hallenbad in Riedlingen.  Foto: 

Der Biberacher Landrat Dr. Heiko Schmid sagte bevor er zum Spaten griff, um den Startschuss für ein Bauvorhaben zu geben, auf das Riedlingen schon lange wartet, nämlich das Hallenbad: „Was lange währt, wird endlich gut“. Der Landkreis Biberach ist – auch als Träger des Kreisgymnasiums und der Beruflichen Schulen – mit 738 000 Euro als Finanzier mit von der Partie. Schmid unterstrich die Bedeutung eines Hallenbades nicht nur für den dringend notwendigen Schwimmunterricht von Kindern, sondern auch für die Funktion eines Mittelzentrums. Er wusste von einem Gespräch seines Vorgängers Peter Schneider 2002 mit den Bürgermeistern der Umlandgemeinden zu berichten, sich an den Investitionen zu beteiligen, was  damals auf breite Ablehnung gestoßen sei.

2012 war es anders, auch wenn sein Name nicht fiel beim Spatenstich, so gelang es dem früheren Riedlinger Bürgermeister Hans Petermann zusammen mit Landrat Dr. Schmid, das Umland mit ins Boot zu nehmen. Sie verzichteten 2013 auf einen eigenen Ausgleichstockantrag. 1,1 Millionen Euro wurden damals dafür bewilligt. Altheim, Langenenslingen, Uttenweiler und  Unlingen beteiligen sich zudem mit 478 000 Euro an den Investitionskosten, Ertingen und Dürmentingen dagegen verweigern dies der Stadt. An den Betriebskosten von voraussichtlich 380 200 Euro will sich keine der Gemeinden beteiligen, vermerkte Bürgermeister Marcus Schafft in seiner Rede, der ihnen für ihr Mittun bei dem interkommunalen Projekt dankte.

Einweihung 2019

Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf 9,25 Millionen Euro. Keinen Erfolg hatte Riedlingen mit dem Antrag auf Förderung aus dem Bundes-Infrastrukturprogramm. Zweimal wurde sie der Stadt nicht zugestanden. Als Generalunternehmer wurde am 14. November die Bad Saulgauer Firma Reisch für 7,9 Millionen mit der Ausführung beauftragt. Ihr Bagger stand denn auch schon bereit. Im Januar 2019 soll die Einweihung sein.

Bürgermeister Schafft stellte kurz das zu bauende Projekt vor: An der Ziegelhüttenstraße in der Nähe des Kreisgymnasiums entsteht ein Hallenbad mit vier Bahnen zu jeweils 25 Metern und einem Nichtschwimmerbecken von zehn auf fünf Metern. Dazu gehören Umkleideräume und Duschen im Erdgeschoss. Die Gebäudetechnik wird im Untergeschoss untergebracht. Hauptnutzer werden die Schulen und Vereine sein, führte er aus, aber auch die Öffentlichkeit kann das Hallenbad nutzen. Beheizt wird das Bad zum Teil über die gemeinsame Heizzentrale des Gymnasiums und der Realschule. Der Strom soll durch ein eigenes Blockheizkraftwerk erzeugt werden.

Dem Spatenstich wohnten neben dem SPD-Bundestags-Abgeordneten Martin Gerster und Bürgermeistern auch Riedlinger Schulleiter, Mitarbeiter der Architekturbüros 4a aus Stuttgart und der ausführenden Firma Reisch aus Bad Saulgau bei.

Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen für den Neubau des Hallenbades in Riedlingen. Vom Bad profitiert nicht nur die Stadt, sondern auch das Umland.

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