Gutes Wasser und schöne Optik

Die Pfronstetter Verwaltung kann nach Zustimmung des Gemeinderates Zuschüsse für die geplante Sanierung der Hüle beantragen. Unterm Strich wird mit Gesamtkosten in Höhe von 415 000 Euro gerechnet.

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Die Neugestaltung der Hüle beruht auf Plänen des Büros Freiraumplanung von Jörg Sigmund, die planerischen Grundlagen für die Sanierung der Hülengasse hat der Hayinger Ingenieur Thomas Beetz erarbeitet. Beide präsentierten den Räten am Mittwochabend ihre Konzepte.

Im Fokus der Neugestaltung der Hüle stehen die Verbesserung der Wasserqualität und des optischen Erscheinungsbildes, erläuterte Sigmund. Bislang fließt nur Oberflächenwasser in die relativ flache Hüle. Folge: Bei Trockenheit sinkt der Pegel, die Wasserfläche verkleinnert sich und wird rasch aufgewärmt. Als Folge des hohen Nährstoffeintrags vermehren sich die Wasserpflanzen. "Wir müssen die Verbindung von Humus und Wasserfläche unterbrechen", betonte Sigmund. Der Untergrund der Hüle wird profiliert und verdichtet, so Sigmund. Zur Abdichtung ist auf diesem ein 30 Zentimeter starker "Lehmschlag" geplant. Darauf wiederum kommt eine Schutzschicht. Die Böschungsfläche fällt künftig größer aus, über eine Mulde wird das Oberflächenwasser der Hüle zugeführt. Das gilt auch für das Straßenwasser, das durch "Froschmäuler" (Einlaufschächte) ebenfalls in die Hüle geleitet wird. "Ich rechne damit, dass bei längerer Trockenheit auch einmal 100 oder 200 Kubikmeter Wasser eingeleitet werden müssen", sagte Bürgermeister Reinhold Teufel. Die heutige Mauer wiederum wird abgerissen. Durch den größeren Abstand zur Wasserfläche und die Böschungsmulde besteht keine unmittelbare Gefahr zum Beispiel für spielende Kinder mehr. Rund um die Hüle soll ein 1,50 Meter breiter Gehweg angelegt werden. In Übereinstimmung mit dem ersten Bauabschnitt wird zugleich die Hülengasse entlang der Hüle bis zur Einfahrt der Firma CSP saniert. Der Gehweg wird rechts weitergeführt. Angedacht und offenbar auch umsetzbar ist die Verlegung des Trafohäuschens, um im oberen Bereich einen kleinen Platz einschließlich Trink- sowie Abwasseranschluss für etwaige Feste zu schaffen. Dort sind auch Sitzgelegenheiten vorgesehen.

Unterm Strich rechnet die Gemeinde mit Kosten für die Hüle in Höhe von gut 100 000 Euro, dazu kommen 48 200 Euro für landschaftspflegerische Maßnahmen. Die Sanierung der Hülengasse schlägt mit 265 700 Euro zu Buche. Die Gemeinde will Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum sowie dem Ausgleichsstock beantragen. Sofern diese bewilligt werden, verbleibt bei der Gemeinde ein Eigenanteil von 140 000 Euro. Ohne Zuschüsse können Umgestaltung und Straßensanierung allerdings nicht realisiert werden, verdeutlichte Teufel.

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