Gebäude, die Geschichte erzählen

Das Kapuzinerkloster in Riedlingen hat seit seiner Sanierung Furore gemacht. Beim Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, 9. September, werden neue Einsichten ermöglicht.

|
Am Tag des offenen Denkmals bietet sich die Gelegenheit, vom Dachreiter der Spitalkirche aus einen Blick auf Kloster und Stadt zu werfen. Foto: W. Wolf

Erstmals können am Sonntag, 9. September, von 11 bis 17 Uhr in dem nach der Restaurierung 2010 als Stadtbibliothek mit Gedenkräumen, Archiv und hochkarätigem Veranstaltungsort genutzten Kloster, der historische Dachstuhl des Konvents und der Kirche besichtigt werden.

Vom Dachreiter mit Glocke bietet sich ein besonderer Ausblick auf die Anlage und die städtische Umgebung, verspricht Stadtbaumeister Johann Suck. Geschehen kann dies nur in kleinen Gruppen. Um 13.30 und 15 Uhr führen Mitglieder des Altertumsvereins durch Kloster und die Spitalkirche, in der an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr auch die Kapuzinergruft geöffnet ist. Im Refektorium wird Kaffee und Kuchen serviert. Der Erlös kommt der Innenraumsanierung der Klosterkirche zugute.

Riedlingen freilich hat noch eine ganze Anzahl sehenswürdiger Gebäude, die auch zum diesjährigen Denkmal-Thema "Holz" passen. Dazu gehört das Rathaus mit seiner dreischiffigen Holzkonstruktion, die sich vom Erdgeschoss bis in den Dachspitz erstreckt. Im Foyer, den Fluren und besonders im großen Sitzungssaal sind beeindruckende Eichestützen zu sehen und der kleine Sitzungssaal gefällt mit seinem Wandtäfer. Auch sie können am Sonntag von 11 bis 17 Uhr bewundert werden.

Das Ackerbürgerhaus "Schöne Stiege", welches das Museum beherbergt, ist allein schon sehenswert. Zudem lädt es den ganzen Tag unentgeltlich zu interessanten Ausstellungen ein. Auch die Städtische Galerie im Spital zum Heiligen Geist empfängt Besucher. Als Besonderheit können dort noch die "NeuZugänge" betrachtet werden, Bilder und andere Kunstgegenstände, die einen Bezug zu Riedlingen haben und vom Altertumsverein in den letzten zehn Jahren erworben wurden oder die er geschenkt bekommen hat. Um 15 Uhr wird Winfried Aßfalg sie vorstellen. Er verrät: "Fast zu jedem Exponat gibt es eine eigene Geschichte."

Das Gebäude Weilerstraße 12, welches die Hospitalpflege 2011 sanieren ließ und jetzt von der SRH FernHochschule genutzt wird, wird am Tag des offenen Denkmals am Sonntag der Öffentlichkeit vorgestellt. Es wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Amtshaus des Domkapitels von Konstanz erbaut und ist dementsprechend repräsentativ.

Erhalten und restauriert werden konnten profilierte Türrahmen, barocke Türblätter, Parkettfußböden und Wandpaneelen.

Mitarbeiter der FernHochschule führen durch das Haus und erläutern dessen Nutzung. Um 14 Uhr wird der mit der Sanierung beauftragte Architekt Roland Rau das Haus zeigen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Mit Investitionen und Herzblut: Sterne für Ferienwohnungen

Wer Sterne haben will, muss was dafür tun, regelmäßig. Ferienring-Mitglieder haben sich wieder klassifizieren lassen. Dafür gab’s eine Urkunde. weiter lesen