Es ist normal, verschieden zu sein

"Wir sind anders als ihr, ihr seid anders als wir. Na, und? Das macht das Leben eben bunt", sangen Schüler der Gammertinger Realschule und der Außenstelle der Mariaberger Sonderschule auf der Jubiläumsfeier.

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Die Schüler der Realschule und der Sonderschule hatten zusammen mit ihren Lehrern das Stück von Robert Metcalf einstudiert, um es anlässlich der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Außenstelle den rund 150 geladenen Gästen vor Ort vorzutragen.

Die vielbeschworene "Inklusion" - das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ist dort bereits Wirklichkeit geworden. Trotz Unterschieden, richten Lehrer und Schüler das Augenmerk vor allem auf das Verbindende: die Gemeinsamkeiten. "Zu Beginn, als erste Kooperationsgespräche stattfanden, mussten wir erst von dieser Idee überzeugt werden", erinnerte Herbert Winkler, Leiter der Realschule Gammertingen in seinem Grußwort. Doch heute stehe die Beziehung auf festen Beinen. Es sei inzwischen normal, dass beide Schulen unter einem Dach sind. "Ich wünsche der Außenstelle für die Zukunft alles Gute und hoffe, dass es noch viele fruchtbare Kooperationen zwischen den verschiedenen Klassen geben wird", führte Herbert Winkler aus.

Martin Kurrle, Leiter der Außenstelle, Ursel Miller, Elternvertreterin und Michael Sachs, Vorstandsmitglied von Mariaberg sowie Manfred Weiser, Leiter der Mariaberger Sonderschule und Geschäftsführer des Mariaberger Geschäftsfeldes Bildung, Jugendhilfe, Beruf, schlossen sich in ihren Reden den guten Wünschen an. Manfred Weiser, Schulleiter der Mariaberger Sonderschulen, lobte vor allem das engagierte Kollegium, das sich mit ganzem Herzen dieser Aufgabe verschrieben habe. "Es ist eine große Herausforderung und ein Gewinn zugleich, den Schulalltag so zu gestalten, dass jeder gleichermaßen gefordert wie gefördert wird." Er appellierte abschließend, diesen Tag als Ansporn dafür zu nehmen, den Alltag noch bewusster zu gestalten. "Es ist normal, verschieden zu sein", zitierte er den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Deshalb soll der andere in seiner Individualität angenommen und auf dieser Basis die Gemeinsamkeit gestaltet werden.Nach dem offiziellen Festakt klang der Nachmittag mit Kaffee und Kuchen aus.

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