Erste Kunstbiennale findet im Jahr 2013 statt

"Interim" , die Kunstbiennale im Biosphärengebiet, will Zeichen setzen, temporär und doch nachhaltig. Alle zwei Jahre soll das Ereignis stattfinden: Zum ersten Mal 2013 im Alten Lager in Münsingen.

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  • Susanne Hinkelbein (l.) und Ulrike Böhme, Künstlerinnen aus Hohenstein, sind die Initiatorinnen und Organisatorinnen der ersten Kunstbiennale auf der Alb. Foto: Ulrike Bührer-Zöfel 1/2
    Susanne Hinkelbein (l.) und Ulrike Böhme, Künstlerinnen aus Hohenstein, sind die Initiatorinnen und Organisatorinnen der ersten Kunstbiennale auf der Alb. Foto: Ulrike Bührer-Zöfel
  • Taucht auf, verschwindet, erscheint alle zwei Jahre an einem anderen Ort wieder: "Interim", die Kunstbiennale im Biosphärengebiet. 2/2
    Taucht auf, verschwindet, erscheint alle zwei Jahre an einem anderen Ort wieder: "Interim", die Kunstbiennale im Biosphärengebiet.
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Biosphäre ist mehr als Naturschutz, Tourismus und wirtschaftliche Wertschöpfung. Biosphäre ist auch Kunst, ist Kultur, hat zum Beispiel mit der Venus vom Hohlen Stein eine lange und weltweit bedeutende Geschichte.

Das ist bis jetzt zu kurz gekommen, soll sich nun mit dem Projekt der beiden Künstlerinnen Susanne Hinkelbein und Ulrike Böhme ändern. Musik, Theater und Bildende Kunst, Menschen, die sie machen, bringen sie bei der "Interim" zusammen: Laienchöre und Profimusiker, Kunststudenten und arrivierte Künstler, Theaterleute und Schriftsteller; auch mit den Behindertenwerkstätten haben die Frauen bereits Kontakt aufgenommen. Sie alle sollen mit ihren Aktionen dem Biosphärengebiet "ein unverwechselbares Gesicht geben".

Der Titel "Interim" ist Programm. "Interim" soll "im Biosphärengebiet auftauchen, verschwinden, sich immer wieder neue Orte suchen", sagt Ulrike Böhme. Und das alle zwei Jahre. Wichtig ist den beiden Kuratorinnen, dass die einzelnen Events "nicht beliebig" sind. Sie müssen stark auf den Ort, seine Geschichte, seine Gegenwart abgestimmt sein. Ziel: Identifikation mit der Region schaffen.

Die Konzeption für die erste "Interim" ist schon weit gediehen. Sie steht unter dem Motto "Metamorphose", findet im Alten Lager statt. Das passt, denn dort, so die beiden Initiatorinnen, ist Verwandlung, "herrscht eine eigenartige Stimmung zwischen dem, was nicht mehr ist, und dem, was noch nicht ist." Über den südöstlichen Teil des Geländes wird quasi die Karte des Biosphärengebiets gelegt. An zwölf Stationen sollen "eindrückliche Bilder und sinnliche Erlebnisse geschaffen werden." Mit Tanz, Theater, Musik und bildnerischen Gestaltungen soll der jeweilige Ort "emotional erfahrbar werden". Und die Orte sind spezielle: Sei es nun die ehemalige Kantine des Militärlagers, eine alte Kapelle, das Pferdelazarett . . .

Drei Wochen im Sommer können die Besucher auf dem Parcours unterwegs sein, hinhören, betrachten, anfassen, diskutieren, sich amüsieren. Und Rätsel lösen: Pro Biosphärengemeinde findet sich auf dem Biennale-Areal eine grüne Kugel, also 29 an der Zahl. Sie allen bergen ein Geheimnis. Das allerdings lässt sich nicht vor Ort lösen. Um es s zu entdecken, müssen die Gäste die jeweilige Gemeinde aufsuchen. So schicken die Organisatorinnen die Menschen wieder hinaus ins Biosphärengebiet, regen so zu neuen Entdeckungen an.

Geführte Wanderungen zu den verschiedenen Inszenierungen gehören zum "Interim"-Angebot, ein Fotowettbewerb ist auf dem Plan, künstlerische Arbeiten mit Kindern sowie Abenteuer-Spaziergänge sind ebenfalls vorgesehen.

Übrigens: Bei der Messe schön& gut" im Herbst gibts bereits einen Vorgeschmack auf die Alb-Biennale im nächsten Jahr. Und auch die nächsten Stationen, bei denen die "Interim" auftauchen könnte, sind schon im Blick: 2015 eventuell der Hohle Fels bei Schelklingen, 2017 St. Johann, 2019 der Hohenneuffen.

Die beiden Hohensteiner Künstlerinnen und ihr Organisationsteam haben mit den Regierungspräsidenten Hermann Strampfer (Tübingen) und Johannes Schmalzl (Stuttgart) und den Landräten Thomas Reumann (Reutlingen ) und Heinz Eininger (Esslingen) prominente Unterstützer und Schirmherren, die davon überzeugt sind, dass die Kunstbiennale dazu beitragen wird, das Biosphärengebiet über die Grenzen hinaus bekannt zu machen, es im Herzen seiner Bewohner zu verankern. Finanziell allerdings ist das Projekt noch nicht ganz in trockenen Tüchern. Zwar gibts viele Unterstützer und Sponsoren, die 40 000 Euro der Landesstiftung Baden-Württemberg haben gut getan (wir haben berichtet). Nach den Sommerferien wollen Böhme und Hinkelbein, die eigens einen Verein für die "Interim" gegründet haben, nochmal bei den Gemeinden um finanzielle Unterstützung bitten.

Info "Interim" - Kunstbiennale im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Sießweg 6, 72531 Hohenstein,

Telefon: 0 73 83/ 94 21 51, Fax: 07383/ 942152, info@interim-biennale.de, www.interim-biennale.de

Bankverbindung: Kreissparkasse Reutlingen, Kontonummer 1000 640 70, BLZ 640 50 000

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