Energie sparen mit Quartierskonzept

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Der Kreis umschließt das Gebiet,allerdings noch nicht bis ins Detail genau festgelegt, in dem in Mehrstetten das Quartierskonzept, erstellt wird.  Foto: 

Nicht nur am Marktplatz wird in Mehrstetten gebaut, sondern auch am Kindergarten. Für Bürgermeisterin Franziska Höchstädter  „der richtige Zeitpunkt, überprüfen zu lassen, welche Synergieeffekte sich eventuell im Ortskern ergeben, um bei der Heizungswahl der Neubauten eine wirtschaftliche Entscheidung zu treffen.  Dafür gibt’s ein Bundes-Förderprogramm, über das man sowohl für  Konzeption als auch für Realisierung von Projekten Zuschüsse erhält. Ziel:  Entwicklung und Anschub umfassender Sanierungsmaßnahmen zur Steigerung der Gebäudeeffizienz sowie Förderung von erneuerbaren  Energien in einem abgegrenzten Quartier. In Mehrstetten könnte das der Bereich Marktplatz 11, Schule, Kindergarten, Kirchengemeinde und natürlich auch Privathaushalte im Ortskern sein.

Bilanz und Potenziale

Erfahrung mit solchen Quartierskonzepten, zum Beispiel auch  in Zwiefalten, hat die KlimaschutzAgentur  Landkreis Reutlingen. Deren Geschäftsführer  Tobias Kemmler erläuterte in der Sitzung am Montag  die Vorgehensweise. Für die Ortsmitte wird ein zukunftsfähiges Energieversorgungskonzept, für die kommunalen Liegenschaften eine Energieplanung sowie eine Potenzialermittlung für erneuerbare Energien gemacht. Außerdem wird eine Wärmeatlas für die Gemeinde und eine Energie- und CO2-Bilanz erstellt.   Die Gesamtkosten  für das Quartierskonzept  in Mehrstetten liegen bei circa 48 905 Euro.  Von der KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gibt es dafür einen Zuschuss in Höhe von 65 Prozent, das wären  31 788 Euro. Außerdem könnte die Gemeine noch 15 Prozent als Eigenleistung – das sind unter anderem Bereitstellung von Plänen – geltend machen.  Das brächte auch noch mal um die 7 336 Euro.  Mehrstetten müssten dann noch knappe 10 000 Euro im Haushalt 2018 finanzieren. Eine durchaus überschaubare Summe, meinte Franziska Höchstädter.

Ob denn das Quartierskonzept für das DORV-Zentrum nicht zu spät komme, wollte Bernd  Schiller wissen.  Bis Ostern meinte Kemmler  könnte klar sein,  wohin es gehe, wo die Interesse liegen, ob die Mehrstetter zu einer großen oder kleinen Lösung tendierten. Für den Neubau am Marktplatz 11  ist da natürlich zu spät, denn da sollen längst die Handwerker an der Arbeit sein.  Doch da gebe es Zwischenlösung, erklärte Joachim Burkhardt, nämlich eine mobile Versorgung des Hauses.  Eine Heizzentrale  – Gas oder Öl, da gebe es verschieden Möglichkeiten – würde vor dem Haus in einem Container aufgestellt. Das sei wirtschaftlich, wenn man dann in ein, zwei Jahren  das Gebäude an eine Gemeinschaftsheizanlage anschließen könne. Burkhardt  betonte auch, dass man ja für Fernleitungen, die für ein Heizungssystem notwendig werden, eventuell  die Bautrassen, die beim Ausbau des Breitbandkabels nötig sind, mitnutzen könne.

Für Konrad Hölz „ist schon klar, dass wir da was tun müssen“. Er wollte wissen, ob denn die Kosten für die Konzeption realistisch seien. Sind sie, so Kemmler. Sie basierten auf Erfahrungswerten, und da habe die KlimaschutzAgentur einige, und man sei noch nie daneben gelegen.

 Michael Mettang erklärte, „10 000 Euro sind überschaubar und votierte dafür, dass das Gremium „gleich heute entscheidet“. Das tat es denn auch: Einstimmig vergab es den Auftrag an die KlimaschutzAgentur. Die erstellt jetzt in Zusammenarbeit mit der  Verwaltung ein Quartierskonzept für den  Ortskern. Ein Antrag auf Bezuschussung  bei der KFW wird gestellt.

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