Eintritt ins Bad und Kurtaxe teurer

|
Die Eintrittspreise im Sternberg Hallenbad steigen im neuen Jahr leicht an – das beschloss der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2017.  Foto: 

Die Jahresabschlusssitzung des Gomadinger Gemeinderates fand am Dienstagabend seit langer Zeit wieder einmal ohne Zuhörer statt – Bürgermeister Klemens Betz wertete es als Vertrauensbeweis, schließlich stand die Neufestsetzung von Gebühren und Entgelten im Mittelpunkt der Tagesordnung. Doch Grund zur Sorge gibt es tatsächlich nicht, denn der Gemeinderat folgte fast ausnahmslos den Vorschlägen der Verwaltung, die lediglich bei den Eintrittspreisen fürs Hallenbad eine laut Betz „moderate Anpassung“ vorsahen.

Allerdings entschied sich das  Gremium auf Vorschlag von Gemeinderat Alexander Knoll mehrheitlich bei einer Nein-Stimme für eine Anhebung der Kurtaxe, die seit der Einführung des Euro unverändert bei 25 Cent liegt. Die Erhöhung auf 50 Cent, die ab Januar 2018 gilt, „bedeutet Zusatzeinnahmen, von den sich keiner abschrecken lässt“, sagte beispielsweise Claudia Ostertag. Die geschätzten Mehreinnahmen von rund 7000 Euro werden zweckgebunden für Einrichtungen verwendet, die den rund 30 000 Übernachtungsgästen pro Jahr zugute kommen.

Diese können mit ihrer Kurkarte zudem auch die Angebote in den drei weiteren, als Kurorte zertifizierten Gemeinden im Kreis Reutlingen – nämlich Hayingen, Bad Urach und Sonnenbühl – zu vergünstigten Preisen nutzen, betonte Betz. Befreit von der Kurtaxe sind Gäste unter 16 Jahren, Tagungsteilnehmer, Besucher von Gomadinger Familien sowie Kranke- und Pflegebedürftige. Nicht als befreit von der Kurtaxe führt die Satzung dagegen – wie von Michael Simmendinger vorgeschlagen – gewerbliche Übernachtungsgäste auf.

Weiterhin gültig bleibt der Preis von 2,31 Euro für einen Kubikmeter Wasser. Das ist, mit Blick auf andere Gemeinden in der Region, zwar recht viel und der vergleichsweise kleinen Lautertalgruppe geschuldet, wie Betz erläuterte. Nimmt man die Gebühren für Niederschlagswasser (21 Cent) und Abwasser (1,69 Euro) hinzu, dann können sich die Gomadinger mit 4 Euro in der Summe über die niedrigsten Wasser- und Abwassergebühren in der Region freuen. Unverändert bleiben die Hebesätze für Grundsteuer A (330 Prozent), Grundsteuer B (330) und die Gewerbesteuer (340) sowie die Bestattungsgebühren und die Hundesteuer mit 84 Euro. Auch Erdaushub für die Deponie kostet weiterhin 3 Euro pro Tonne. Die Leihgebühren für Großraumschirme, die Hebebühne und den Wiesenglätter bleiben ebenfalls unverändert.

Im Sternberg Hallenbad steigen die Eintrittspreise ab 1. Januar um jeweils zehn Cent für Erwachsene (neu 4,90 Euro), Jugendliche (2,80) und Früh- beziehungsweise Spätschwimmer (2,80). Gruppen zahlen 65,27 Euro (bislang:59,92 Euro) und Kursteilnehmer an der Wassergymnastik auf privater Ebene 6 statt 5,50 und von der Albklinik 8 statt bislang 7,50 Euro. rot

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Alle Kinder profitieren

Vor mehr als zehn Jahren hat die Stadt Münsingen die Organisation der Schulsozialarbeit an die Bruderhaus-Diakonie übertragen – Wandel in der Einstellung. weiter lesen