Einmaliges Ambiente lockt viele Besucher an

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Wie jedes Jahr gab es beim „Sauhaufa“ Glühwein zu kaufen.  Foto: 

Schon zur Mittagszeit herrschte Hochbetrieb am Stand der Freunde aus der französischen Partnerstadt La Tessoualle. Köstlich dampften die heißen Muscheln in der riesigen Pfanne, deftige Würste brutzelten auf dem offenen Feuer, am Käsestand drängelten sich die Besucher, um aus der Vielfalt auswählen zu können und auch die Austern waren wie schon in den Jahren zuvor der Renner bei den Weihnachtsmarktbesuchern. Dazu wurden feine französische Weine gereicht: „C`est bon“, befanden all jene, die in den Genuss dieser Köstlichkeit kamen und darüber hinaus vom Humor der 16 Freunde aus La Tessoualle kosten durften.

Fleißige Engel in Weiß

Auch am Stand der Schwimmbadfreunde wurden Gaumenfreuden geboten. Fleißige, zum Teil sogar beflügelte Engel in Weiß, kamen kaum mit dem Backen von heißer Pizza-Dinnete nach und freuten sich über den regen Zuspruch: „Aber noch mehr würden wir uns freuen, wenn alle im Sommer zum Baden kommen würden“, lachten sie.

Für zahlreiche treue Kunden ist auch Elvira Bunkowsky ein Engel. Bereits seit 20 Jahren erfreut sie mit ihren selbstgemachten Marmeladen nach alten Rezepten und gesammelten Zutaten aus der heimischen Natur wie Hagebutten, Quitten und „gestohlenen Äpfeln“ die Weihnachtsmarktbesucher, außerdem hatte sie auch diesmal wieder ihre bunten, nach alter Hausmannskost gebackenen Bredla im Sortiment.

Vier Wochen lang stellte sie Springerle, Spritzgebäck und Spitzbuba her, neben dem Beruf für sie „Entspannung und Ausgleich“. Doch damit nicht genug. Am schön geschmückten und reich bestückten Stand der Heiligkreuztalerin gab es auch süß-sauer eingelegte Zucchini und Peperoni zu kaufen, außerdem „Jamaica-Marmelade“ aus schwarzem Holunder, gelbem Mango-Ananas und grünem Kiwi zum halben Preis: „Weil die Koalition ja nicht zustande gekommen ist“. Ausverkauft war diese Besonderheit dennoch ganz schnell – und zwar zum vollen Preis.

Bereits zum fünften Mal war der Pfronstetter Gerold Heinzler mit seinen handschmeichelnden, von Hand gefertigten Küchenutensilien aus heimischen Obst- und Edelhölzern vertreten. Er konnte sich nicht über mangelndes Kaufinteresse beklagen: „Ich habe mittlerweile treue Kunden. Man merkt, dass Nachhaltigkeit bei den Leuten angekommen ist“.

Zum ersten Mal ging die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins unter die Händler: „Wir sind ja sonst eher in Natur und Kultur unterwegs. Doch jetzt wollen wir mit unseren Maultaschen in der Brühe und Glühmost die Leute auf andere Weise ansprechen“, erzählte Georg Tress. Sollte der Umsatz stimmen, will er mit den Mitgliedern des Vereins auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. Denn der Zwiefalter Weihnachtsmarkt ist einfach ein ganz besonderer Markt mit viel Flair und dank der mehr als 60 Marktständen auch einer reichen Auswahl an Weihnachtsdekorationen, Spielsachen, Hüten, Schmuck und vielen Leckereien.

Musikalische Unterhaltung

Die Besucher wurden von der Jugendkapelle des Musikvereins Zwiefalten, vom Kindergarten St. Gertrud, der Stadtkapelle Hayingen und dem Engelschor des Kreisgymnasiums Riedlingen musikalisch unterhalten, über das Stelldichein des Nikolaus freuten sich insbesondere die kleinen Besucher. Bürgermeister Matthias Henne lud dazu ein, diese einzigartige Stimmung mit den besonderen Düften zu nutzen, um der Weihnachtszeit mit Vorfreude und Müßiggang entgegen sehen zu können.

„Das Weihnachtsfest bekommt angesichts der herrschenden Hektik und Unruhe als Zeit des Friedens und des harmonischen Miteinanders eine ganz besondere Bedeutung“, meinte er. Deshalb hätte sich die Münstergemeinde auch in Schale geworfen und versuche nun, den Besuchern des Weihnachtsmarkts stimmungsvolle Entschleunigung zu bieten. Er dankte den vielen freiwilligen Helfern, die Jahr für Jahr dazu beitragen, diese Veranstaltung zum besonderen Event mit „einmaligem Ambiente“ zu machen.

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