Eine Absage an den Kreisel

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Die direkte Anbindung des Gewerbegebiets an die Bundesstraße soll zum einen die Erreichbarkeit der Betriebe verbessern, zum anderen die neugestaltete Hülengasse vom Quell- und Zielverkehr des Gewerbegebiets entlasten.Schon 2016 wurde ein Verbindungsweg von der Hülengasse zum Gewerbegebiet hergestellt und der Bebauungsplan zur Planreife vorangetrieben. In Kürze soll der Satzungsbeschluss erfolgen.

Nach den Fertigungen des Ingenieurbüro Lutz aus Gammertingen hat die Erschließungsstraße eine Breite von sieben Metern. Nach Osten hin ist ein Gehweg mit einer Breite von 1,50 Metern vorgesehen, auf der östlichen Straßenseite gibt es eine Bankette mit 50 Zentimetern. Im Zuge der Erschließung wird auch das erste Teilstück für die Verlegung der Verbandswasserleitung des Zweckverbandes Albwasserversorgungsgruppe VII (Zwiefalter Aachgruppe) mitverlegt, führte Bürgermeister Reinhold Teufel in der Ratssitzung am Mittwoch­abend aus. Eine klare Ansage für die Anbindung des Gewerbegebiets kam von der Straßenbauverwaltung. Auf der B 312 muss eine Linksabbiegerspur angelegt, die Straße im Einmündungsbereich entsprechend verbreitert werden.

Wenn die Straße schon aufgeweitet werden müsse, dann könne man doch auch gleich Nägel mit Köpfen machen, und an dieser Stelle einen Kreisverkehr anlegen, dachte sich Bürgermeister Reinhold Teufel und bezog das in die Planungen mit ein. „Die Fläche ist dort vorhanden und die Kosten für einen Kreisverkehr sind unwesentlich höher“, führte Teufel  aus. Doch da hatte der Schultes die Rechnung ohne den Gemeinderat gemacht.

„Jeder Brummi-Fahrer freut sich wenn er einen Kreisel sieht“, meinte Gerd Müller und Wilhelm Waidmann prognostizierte Mehrkosten für die Verkehrsteilnehmer durch höhere Reifenabnutzung. Karlheinz Schultes sah einen Kreisverkehr als nicht schlecht für die Anwohner an - „eine Verkehrsbremse ist das allemal“ - meinte aber, dass er sich fast über jeden Kreisverkehr aufrege, da die meist sehr schlecht gemacht seien, „Ich denke nur an den in Oberstetten“, sagte Schultes. Für Ernst Störkle ist an dieser Stelle eine Linksabbiegerspur genau die richtige Lösung.

Preise ziehen an

Das Votum bei der anschließenden Abstimmung war eindeutig. Bei vier Enthaltungen wurde das Ansinnen des Bürgermeisters abgeschmettert.

In der Ausschreibung ist nun angedacht, den Baufirmen einen langen Zeitraum zur Realisierung der Maßnahme anzubieten. Priorität in 2017 habe die Zufahrt von der Bundesstraße bis zum Knick nach Süden. Alle anderen Maßnahmen, wie zum Beispiel die Erschließungsstraße nach Süden hin, könnten auch noch 2018 realisiert werden, sagte Bürgermeister Reinhold Teufel. Und der Bürgermeister hatte dann auch noch einen Wermutstropfen parat. „Die Baupreise haben mächtig angezogen“. Er kenne Ausschreibungen, wo die Kosten zwischen 30 und 40 Prozent über dem Anschlag liegen.

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