Ein alter Weggefährte

Genial begann das 30-jährige Jubiläum der Kulturkneipe Adler: Werner Dannemann und Friends begeisterten das Publikum und zeigten sich einmal mehr als die Creme de la Creme der regionalen Rockmusik.

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Der Adler hat in den vergangenen Jahrzehnten eine lebhafte Geschichte hinter sich. Mit Werner Dannemann hat eine feste musikalische Größe diesen Weg mit beschritten, was der Musiker dem Publikum gegenüber humorig huldigte: "Der Adler hat alles überlebt. Dazu haben drei Dinge beigetragen - der Adler, ich und ihr." 30 Jahre Musikmachen im Adler - da sei alles dabei gewesen, plauderte Dannemann aus: "Spielen vor fünf, vor 50, vor 500 Leuten. . ."

Dem Mix aus Rock-und Bluesoldies in Kombination mit eigenen Nummern ist er stets treu geblieben und präsentierte dies auch am Jubiläumskonzert. In bester Spiellaune präsentierten Dannemann und Band im Rahmen der "New Goddess-Tour" nahezu drei Stunden lang handgemachten und genialen Rock- und Bluessound und begeisterten mit virtuosem Spiel, groovigen Eigenkompositionen und hochkarätigen Coverversionen. Dannemann zeigte sich erneut als Meister an der Gitarre: Zu Beginn ausdrucksvoll mit der Akustikgitarre, an der er seine romantische Seite zum Ausdruck brachte. Stimmungsvoll verpackt kamen darin Gedanken und Lebenssituationen zum Tragen, sensibel begleitet von Bodo Schopf an Cajon und Schlagzeug und dem Keyboarder, Saxophonisten und Mundharmonikavirtuosen Wolfgang Schiller.

Mit dem Griff zur E-Gitarre zeigte Dannemann sich dann als wahrer Könner des innovativen und vollkommenen Gitarrenspiels - sehr zur Freude der Fangemeinde, in der sich vom Twen bis hin zum "Silver-Ager" alle Altersgruppen tummelten. Mit gutem altem Rock, fernab vom alltäglich zu hörenden Mainstream, heizten die drei Vollblutmusiker dem Publikum mächtig ein.

Präzise und mitreißende Gitarrenriffs Dannemanns, geniale Percussionpassagen von Schopf und die hochkarätige Begleitung von Schiller verbanden sich zu Rockmusik der Spitzenklasse. Dannemann und Friends groovten, rockten, fetzten, heizten über die Bühne und lieferten astreine, handgemachte und in Ohren und Beine fahrende Musik ab. Mit einem zehnminütigen vielbejubelten und zwerchfellerschütternden Schlagzeugsolo zeigte Bodo Schopf beeindruckend auf, dass er zu Recht in der ersten Liga der Drummer mitspielt. Und auch mit ihren Bluesnummern ( Dannemann: "Blues ist mehr als jede fucking Religion") brachten der Ausnahmegitarrist und seine Friends die Bühne zum Beben, die Menge zum Tanzen, die Stimmung zum Überschäumen und zeigten damit deutlich auf, dass sie auch den Blues im Blut haben.

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