Durch den Herbstwald

Nicht nur das super Wetter, sondern auch das Ziel - Erpfingen - hat viele Albvereinler dazu bewogen, sich an der Wanderung zu beteiligen.

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Mehrstetter auf Sonnenwanderung durch den Herbstwald. Foto: Privat

Inge Allgaier hatte dazu die Mehrstetter Albvereinsortsgruppe eingeladen, und als gebürtige Erpfingerin, konnte sie natürlich ihre alte Heimat bestens präsentieren. Nicht der Luftkurort Erpfingen war das eigentliche Ziel, sondern erst nach dem Ort begann die Wanderung bei dem erst 1992 angelegten Kurgartens.

Inge Allgaier wusste Geschichtliches vom "Flecken" zu berichten. 777 wurde Erpfingen im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch erstmals erwähnt. Natürlich hat Erpfingen durch die Entdeckung der Karlshöhle und der Entdeckung der weltbekannten Bärenhöhle im Jahr 1949 einen rasanten Aufschwung im Tourismus erlebt, und wurde bereits 1978 zum Luftkurort ernannt.

Nach der geschichtlichen Information, hieß es natürlich wandern. "A bissle gohts jetzt bergauf" meinte die Wanderführerin, was vielen doch einige Schweißtropfen kostete, bis man an der ehemaligen Burgstelle von Hohenerpfingen angelangt war. Allerdings ist außer dem Turm nichts mehr zu sehen. Auf dem Weiterweg konnte man sich nicht satt sehen an der herrlichen Farbenpracht des Buchenwaldes, was ja charakteristisch ist für den Herbst auf der Schwäbischen Alb. Gerne genoss man auch das "schirgeln" in dem vom Laub bedeckten Weg zur Ruine Hohlstein. Vermutlich wurde die Burg um 1275 von den Herren von Hölnstein erbaut. Nach einer wechselvollen Geschichte mit verschiedenen Besitzern lies 1585 Graf Eitel Friedrich von Zollern "den Turm auf dem Burgstall bei Stetten" abbrechen. 1985 wurde die doch beachtliche Ruine von der Stadt Burladingen instand gesetzt.

Mehrfach kamen die Wanderer noch ins Schwitzen. Ging es doch noch etliche Höhenmeter bergab und bergauf ehe man das Feriendorf-Sonnenmatte erreichte, das es seit 1964 gibt und auch von der Mehrstetter Musikkapelle zur Vorbereitung ihrer Konzerte gerne besucht wird. Die Albvereinler hatten weniger das Verlangen nach Unterkunft, als nach einer Tasse Kaffee und Kuchen und auf "a gscheits Woiza".

Nach der erholsamen Pause war es nicht mehr weit zum Parkplatz. Und hier konnte Ernst Mak den Dank der Mehrstetter Wandergruppe durch ein kleines Präsent für diese wunderschöne Herbstwanderung nur bestätigen, was auch durch einen kräftigen Applaus für Inge und Georg Allgaier mehr als unterstrichen wurde.

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