Donth muss herbe Verluste einstecken

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Um kurz nach 18 Uhr wurde im Wahllokal im Altenwohnhaus die Wahlurne geleert.  Foto: 

Starke Verluste, nämlich knappe 15 Prozent, musste die CDU bei der Bundestagswahl gestern hinnehmen: 33,2 Prozent der Wähler gaben der Partei ihre Zweitstimme. Hochburgen der Partei waren mit 60 Prozent  Bremelau  und 53,5 Prozent  Gundelfingen/Dürrenstetten. Die wenigsten Stimmen erhielten die Christdemokraten mit 25 Prozent in Buttenhausen.

Ein zweistelliges Plus verzeichnete die AfD. Sie steigerte sich gegenüber 2013 um 10, 7 Prozent auf 15,7 Prozent, fuhr so das zweitstärkste Ergebnis in der Stadt ein. Die meisten Wähler dieser Partei sitzen in Münsingen: 20,6 Prozent gaben ihr da eine Stimme; im Wahllokal im Kirchtal waren es sogar 26,5 Prozent. Die wenigsten AfD-Wähler sitzen mit 2,2 Prozent in Bichishausen.

Auf Platz drei im Gesamtergebnis landete mit 15 Prozent die SPD, die damit ein Minus von knapp vier Prozent verkraften muss. Überm Schnitt liegt die Zahl der SPD-Wähler in Buttenhausen, nämlich bei 18,9 Prozent.

Grund zur Freude hatte die FDP. Sie fuhr in Münsingen 14,1 Prozent der Stimmen ein, 2013 waren es 8,8 Prozent. In  Hundersingen machten 20,7 Prozent der Wähler, in Dottingen 20,3 Prozent und in Bichishausen 18,3 Prozent ein Kreuzchen bei den Liberalen.

Auch bei den Grünen gab es Stimmenzuwachs, und zwar um gut drei Prozent auf 12,8 Prozent. Die meisten Grünen-Wähler sitzen mit 19,3 Prozent in Bichishausen und mit 18,5 in Buttenhausen die wenigsten Stimmen erhielt die Partei mit 11,1 Prozent  in Auingen.

Ein kleines Plus gab es auch bei den Linken. 1,3 Prozent mehr Wähler als noch vor vier Jahren, gaben der Partei ihre Stimme, so dass die Partei diesmal 5,1 Prozent der Stimmen erhielt. Die meisten Wähler –  7,2 Prozent – haben die Linken in Münsingen.

 Bittere Schlappe für  den CDU-Mann Michael Donth bei den Erststimmen. Wählten ihn vor vier Jahren noch 54,9 Prozent der Münsinger, waren es gestern 39,8, ein sattes Minus von 15,1 Prozent. 

Ebenso satt wie die Niederlage der CDU ist der Gewinn der AfD. Wolfram Hirt  fuhr 10,5 Prozent  mehr Stimmen ein als der Bewerber bei der Bundestagswahl 2013. Und das macht dann 14,7 Prozent.

Plus auch für den FDP-Kandidaten Pascal Kober: Der konnte seine Stimmenzahl auf 11,6 Prozent verdoppeln. 

Lediglich ein Prozent zulegen konnte die Grünen-Abgeordnete Beate Müller-Gemmeke – von 10,7 auf 11,7 Prozent. 

Bei SPD-Bewerberin Rebecca Hummel machten diesmal 3,2 Prozent weniger Wähler ein Kreuzchen als 2013: 12,2 Prozent der Münsinger votierten für  sie.

 Von den 10 696 Wahlberechtigten gingen gestern 8100  in Münsingen zur Wahl, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 75,7 Prozent, das sind fünf Prozent mehr als vor vier Jahren.   Bei den Erst- und Zweitstimmen waren jeweils 1,3 Prozent ungültig.

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