Die Ehrenamtlichen fehlen

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Hülben. blutspende. Gudrun Schmied.jpg  Foto: 

JÜRGEN KÜHNEMUND

Schon 2013 hatte Dürr eine Nachwuchsinitiative gestartet, allerdings mit wenig Erfolg. Die Situation sei seither nicht besser geworden, führte Dürr vor dem Hohensteiner Gemeinderat am Dienstagabend aus. Wichtig sei es, jetzt schnell Strategien zu entwickeln, wie auch die Gemeinden mithelfen könnten, neue Mitarbeiter zu gewinnen. Reine Ausschreibungen in den Mitteilungsblättern fruchteten bisher wenig und werden wohl auch kaum in der Zukunft mehr bewirken.

Auf dem Papier habe der Ortsverein Engstingen-Hohenstein aktuell zwischen 22 und 24 Helfern, die zwei Gemeinden bedienen müssen, so Dürr. In der jüngsten Zeit habe es diverse Wechsel in den Führungen gegeben, dazu stelle sich für den Verein jetzt auch noch das Problem des Generationenwechsels. „Reden wir Klartext“, sagte Dürr, „echte Aktive sind es derzeit zehn. Wir sind ausgereizt“.

Für die nähere Zukunft benötige der Ortsverein für die Sanitätsausbildung zehn Personen, fünf Personen sollten in Arbeitkreisen oder Ausschüssen aktiv werden, zwei Personen benötige man für die Reinigung und Verwaltung und nochmals zwei Personen für die Qualifikation der Mitarbeiter. Wenn da jetzt nichts passiere, prophezeite Dürr zwar nicht den Untergang des DRK-Ortsvereins, es könnte aber sehr wohl sein, dass letztlich, wenn Fusionen unumgänglich werden, um die Arbeit zu bewältigen, für den gesamten Kreis dann noch zwei oder drei Vereine übrigbleiben. Und das könne eigentlich mit Blick auf die vielfach zitierte Bürgernähe wohl kaum das Ziel sein. Die Gewinnung von 20 neuen Mitarbeitern sieht Dürr daher für die nächsten zwei drei Jahre als zwingend geboten. Dürr regte daher an, dass eine Art runder Tisch aus Bürgermeistern, DRK-Mitgliedern und Gemeinderäten gegründet werden sollte. Auch die Feuerwehr will er mit ins Boot nehmen, denn Mund-zu-Mund-Propaganda könne immer noch vieles bewegen.

Der Hohensteiner Gemeinderat signalisierte umgehend Bereitschaft da nicht im Abseits zu stehen. Jürgen Fischer sieht sehr wohl Möglichkeiten, Menschen für das Ehrenamt zu aktivieren. Bestes Beispiel sei die Flüchtlingshilfe in Hohenstein, und Jutta Fetzer ergänzte, dass man gerade bei den Flüchtlingen selbst nachfragen könnte. Sie könne sich gut vorstellen, dass da Interesse bestehe. Und für die Georg Steiner war es wichtig, möglichen Interessenten eine Identifikation zu schaffen. „Das ist gerade mit dem Doppelverein in Engstingen und Hohenstein nicht so einfach.“

In der Sitzung wurde abschließend vereinbart, zunächst einen ortsübergreifenden Arbeitskreis zu etablieren, dem die beiden Bürgermeister und die Spitze des DRK-Ortsvereins angehören. Hier sollen Strategien festgezurrt werden, wie man, nicht zuletzt auch Jugendliche, an den Verein binden könne. Hier gehe es vor allem darum, wie man das Ganze auch am besten transportiere. In einem weiteren Schritt sollten dann auch Gemeinderäte und Mitarbeitern der Verwaltungen eingebunden werden.

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