Die Band "Blueskraft" überzeugt mit ehrlichem Sound

Immer noch kraftvoll bluesig spielte am Samstag "Blueskraft" in der Meidelstetter Kulturkneipe "Adler" - leider vor einem zahlenmäßig schmalen Publikum. Das ging später jedoch begeistert mit.

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Blueskraft überzeugten bei ihrem Konzert in Meidelstetten mit lässiger Spielfreude. Foto: Herder

Seit mehr als 30 Jahren gibt es die Reutlinger RocknBlues Band schon - und noch immer spielen sie "erdig, fetzig, gut" in Clubs und Biergärten, in Kellern und auf Festivals. Auch im Meidelstetter "Adler" sind Blueskraft mit Jimmi Braun (Gitarre, Gesang), Werner Schulz (Schlagzeug), Wolfgang Theurer (Bass), Olli Weiß (Harmonika) und Andreas Fischer (Piano) alte Bekannte. Klarer Sound, authentischer Blues, das zeichnet Blueskraft aus, und genau das brachte die Band am Samstag auch wieder in die Meidelstetter Kulturkneipe.

Und wie immer verbreitete Blueskraft wieder überzeugendes Bluesfeeling: Ihr kraftvoller RhythmnBlues und eine gute Portion Rock"nRoll sind seit Jahren eine gelungene Mischung, die mit Energie und Power in die Beine geht. Im Meidelstetter Adler freilich war es am Samstag etwas schwierig, die Bluesparty richtig in Gang zu bringen: Mit etwas mehr Gästen hätte die Stimmung sicher schneller mehr Schwung bekommen.

Dennoch: Blueskraft ist schon so lange auf der Bühne und in der Szene, dass sie auch bei Gästemangel Vollgas geben können. Und so groovte und blueste die Band wie eh und je mit mitreißender Dynamik und erdigem Sound. Frontman Jimmi Braun, heuer gehandicapt durch einen Gips am Bein, hat auch im Sitzen kein Problem mit einem glasklaren, schnörkellosen Sound auf seiner Gitarre. Die Riffs und Slides gehen unter die Haut, seine "Bluesstimme" gibt den typischen Mississippi-Touch dazu.

Alte Bekannte sind auch die Songs, die Blueskraft spielt: "Help me" von Sonny Boy Williamson etwa, oder der gute alte "Hootchie Cootchie Man" von Muddy Waters. Bluesstandards, die Blueskraft für sich adaptiert hat und doch auf ureigene Weise spielt. Schlagzeug und Bass liefern ein ebenso kraftvolles wie leichtes Fundament, Piano und Harmonika haben Platz für das eine oder andere mitreißende Soli. Frontman, Sänger und Gitarrist Jimmi Braun holt indes ebenso kraft- wie gefühlvoll den Blues aus seiner Gitarre: Der klare, ehrliche Sound geht den Bluesfans direkt ins Blut.

Rockige Breaks haben bei Blueskraft Platz neben tiefschwarzem Groove, und sie haben so viel Bühnenerfahrung, dass das alles mit lässiger Spielfreude rüberkommt. Nicht zuletzt diese Lässigkeit holte schließlich auch die Gäste im Adler ab: Keine große Bluesparty, aber ein guter Abend mit veritablem Bluesgenuss!

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