Der Weg der Schwaben nach Máriahalom

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Etwa 100 Familien kamen in vier Kolonistengruppen in den Jahren 1785/86, im Laufe des letzten Schwabenzuges aus den hohenzollerischen Gemeinden Steinhilben, Trochtelfingen, Gammertingen und Hettingen - nach Kirwa. So hieß Máriahalom bis 1936. Danach wurde der Name magyarisiert.

Schlechte Lebensbedingungen, Hungersnöte und das Erbrecht, nachdem der Älteste das Erbe der Familie antrat, trieben sie in die Fremde, gelockt von den Werbern der Großgrundbesitzer. Das Josephinische Ansiedlungspatent aus dem Jahr 1782 versprach Neusiedlern Unterstützung, unter anderem zehn Jahre Steuerfreiheit. Der Landstrich verwandelte sich in dieser Zeit in ein "mit Deutsch- und Slowakentum gemischtes ungarisches Gebiet", wie es in Wilhelm Wagenhoffers Geschichtsdarstellung "Von Kirwa bis Máriahalom" heißt. Die Siedler erlebten im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit.

Der größte Einschnitt war die Vertreibung von 139 Familien am 2. April 1946. Etwa 75 Prozent der Bevölkerung mussten 128 Häuser und ihr Vermögen zurücklassen. "Der Abschied war das Schrecklichste, was dieses Volk jemals erlebte", schreibt Wilhelm Wagenhoffer.

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