Der Holzwurm wütet in der Kirche

Die Martinskirche in Gomadingen ist vonHolzwurm-Löchern übersät. Pfarrer Johannes Streib macht sich inzwischen Sorgen um das Gebäude.

|
Vorherige Inhalte
  • Kräftig bei der Arbeit ist der Holzwurm in der Gomadinger Martinskirche. Mittlerweile macht sich Pfarrer Streib ernsthafte Sorgen um das Gebäude. Fotos: Lenk 1/2
    Kräftig bei der Arbeit ist der Holzwurm in der Gomadinger Martinskirche. Mittlerweile macht sich Pfarrer Streib ernsthafte Sorgen um das Gebäude. Fotos: Lenk
  • Die Martinskirche in Gomadingen. 2/2
    Die Martinskirche in Gomadingen.
Nächste Inhalte

Der Gewöhnliche Nagekäfer, umgangssprachlich auch Holzwurm genannt, ist zwischen 2,5 bis 5 Millimeter lang. Diesen Käfer trifft man in erster Linie in Kellern, Dachböden, Brennholzlagern und in Kirchen an. Seine Larven befallen verbautes, also kein frisches Holz, das in kühlen, nicht geheizten Räumen vorzufinden ist.

Vor fünf Jahren ist Pfarrer Streib das feine Bohrmehl an Kirchenbänken, an der Orgel, im Gebälk und an den tragenden Holzsäulen für den Kirchturm das erste Mal aufgefallen. Mitglieder des Kirchengemeinderates und Konfirmanden spritzen daraufhin regelmäßig flüssiges Holzschutzsalz in die kleinen Löcher.

Anscheinend ohne großen Erfolg. In letzter Zeit nahmen die Aktivitäten der Holzwürmer beängstigende Zustände an, so der Pfarrer. Inzwischen sind auch tragende Teile der Kirche betroffen. Deshalb hat die Bauleitung des Oberkirchenrates inzwischen eine Fachfirma damit beauftragt, die die befallenen Teile des Gotteshauses untersucht. "Der Bretterboden im Kirchendach wurde entfernt. Was dort zu sehen ist, gibt Grund zur Sorge", sagt Streib. Es ist bekannt, dass die Käfer, die nach einer zwei- bis achtjährigen Entwicklungszeit der Larven schlüpfen, sehr "heimatverbunden" sind. Das heißt, sie legen ihre Eier vorzugsweise in das Holzstück, in dem sie selbst aufgewachsen sind. Ein Ergebnis der Untersuchung liegt bislang noch nicht vor. Streib hofft, dass das Problem mit entsprechenden Holzschutzmitteln in den Griff zu bekommen ist. Im schlimmsten Fall steht eine "richtig ausgewachsene Kirchenrenovierung" an, bei der Holzteile ausgetauscht beziehungsweise verstärkt werden müssen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ein Künstler im Werk und fürs Leben

Die neue Sonderausstellung im Albmaler Museum ist dem Gächinger und Gomadinger Künstler Eduard Niethammer gewidmet – Sein Werk gilt der Liebe zum Pferd und greift das Trauma des Krieges auf. weiter lesen