Der Herr ist auferstanden! Steht auf!

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Das Kirchenwort verfasste Pfarrerin Petra Frey von der Evangelischen Martinskirchengemeinde Metzingen.  Foto: 

Extrem früh aufzustehen bedeutet für mich seit Kindertagen: Spannung liegt in der Luft. Vorfreude und Erwartung treiben mich aus dem Bett. Die Aufregung macht heute noch, dass ich am Vorabend schlecht einschlafe. Denn wenn ich extra früh aus den Federn muss, steht immer etwas Besonderes bevor. Und da lohnt sich das Aufstehen: für den Besuch bei lieben Menschen, fürs Angeln gehen und den Tag am See oder für die Fahrt in den Urlaub, für den Aufbruch zum Gipfel im Finstern. Wenn die Nacht dem Morgengrauen weicht, herrscht eine einmalige Stimmung. Es ist noch dunkel und still - und kühl - auch wenn heute Nacht und morgen früh die ersten Ostergottesdienste gefeiert werden. Es ist dämmrig - dunkel - so dunkel wie an jenem Morgen, an dem ein paar Frauen alles andere als froh gestimmt in Jerusalem zum Grab gingen. Es war das Grab, in dem mit dem Leichnam Jesu all ihre Hoffnungen und Erwartungen begraben waren. Sie hatten auf Jesus gesetzt und jetzt durften sie ihn und ihre eigenen Hoffnungen betrauern. Doch dabei konnte es in Gottes Namen nicht bleiben. Das Grab war leer, Christus auferstanden.

Morgen feiern wir Ostern. Die Osternachricht ist unerhört und vollkommen, erstaunlich einfach und zugleich nicht zu begreifen. Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden - Halleluja. Der Tod ist besiegt. Wir dürfen in seinem Namen aufstehen gegen Hoffnungs- und Trostlosigkeit, weil Gott die Zukunft gehört. Wir dürfen aufstehen gegen Ungerechtigkeit weil uns und allen Menschen das Leben blüht. Wir können im Namen des Auferstandenen aufstehen gegen Hass, Gewalt und Verrohung. Und wir dürfen aufstehen, weil er uns Leben und Zukunft schenkt. Also: Aufstehen lohnt sich, ganz besonders an Ostern.

Ein gesegnetes Osterfest wünscht Pfarrerin Petra Frey von der Evangelischen Martinskirchengemeinde Metzingen.

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