Das Gold der Inka - Grundnahrungsmittel für Millionen

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Amaranth wurde in Süd- und Mittelamerika schon von den Vorfahren der Inka und Azteken kultiviert. Es gehörte zu den Grundnahrungsmitteln und erfuhr mythische Verehrung. Die Indianer glaubten, dass in diesen "heiligen" Körnern magische Kräfte wohnen, die ihnen Gesundheit und Widerstandskraft verleihen. Die Spanier wussten wenig vom Wert des Amaranths. Für sie handelte es sich um einen heidnischen Brauch, den es auszurotten galt.

Im Zuge der gewaltsamen Bekehrung der Urbevölkerung zum christlichen Glauben wurde der Anbau von Amaranth verboten und der von Getreide angeordnet. Der Mangel an Amaranth verursachte bei den Indianern schlimme Fehl- und Unterernährung. An den Folgen starben fast zwei Drittel der Ureinwohner innerhalb weniger Jahre. Etwa elf Millionen Menschen bezahlten die erzwungene Entwöhnung mit ihrem Leben.

In der Folgezeit wurde der Amaranth vergessen und nur noch an versteckten Orten angebaut. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Amaranthkörner von amerikanischen Wissenschaftlern in Südamerika wiederentdeckt und gründlich untersucht. Dabei wurde der wirkliche Wert und die hervorragende Bekömmlichkeit des Korns festgestellt. Heute ist Amaranth auf allen Kontinenten bis auf die Antarktis verbreitet.

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