Das Bier fließt nach drei Schlägen

|
Nach drei Schlägen floss der Gerstensaft aus dem Bierfass und die ersten 30 Liter wurden von Thomas Gauß, dem Vorsitzenden des Musikvereins Großengstingen sowie Bürgermeister Mario Storz als Freibier ausgeschenkt.  Foto: 

Drei Tage Gaudi, Spaß und viel Freude.“ Das versprach Hans Brandhofer von den Schwäbischen Albmusikanten beim traditionsreichen Fassanstich im Festzelt, der den „Engstinger Herbst“ am Samstagabend offiziell eröffnete. Drei kräftige Schläge brauchte dieses Mal Schultes Mario Storz, bis aus dem Bierfass der goldgelbe Gerstensaft floss. Nach exakt neun Minuten hatten er und der neue Vorstand Thomas Gauß die 30 Liter Freibier unters Partyvolk gebracht.

Diejenigen, die zu spät kamen, mussten die Maß aus eigener Tasche bezahlen. 5,80 Euro kostet heuer der Liter. Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass man demnächst auf dem Oktoberfest in München fast das Doppelte dafür bezahlt.

Erstmals sorgte nicht die Großengstinger Feuerwehr für einen reibungslosen Einlass ins Festzelt. Die Mannen feierten die Hochzeit eines ihrer Kameraden. Deshalb kümmerte sich professionelle Security darum, dass sich niemand daneben benahm.

Vorsitzender Gauß hatte die Idee, dieses Jahr die österreichische Kultband „Die Draufgänger“ auf die Alb zu holen. Die Anhänger dankten es ihm mit einem vollen Festzelt. Bevor die fünf Musiker auf der Bühne los legten, standen bereits die ersten Gäste auf den Biertischen. Das gab es in Engstingen noch nie. Kein Wunder, die Band aus der Steiermark ist aktuell wohl die angesagteste Rap-Formation im deutschsprachigen Raum. Bei „Die Hektar hat 2.0“, „Ich und mein Holz“ und „Gina-Lisa“ röhrten die Fans lautstark mit. „Ham Kummst“ von ihren Landsmännern „Seiler und Speer“ gab es natürlich auch auf die Ohren.

Kathi, Rudi, Albert, Robert und Rene sind echte Draufgänger. Das sagen sie selbst von sich. Mit ihrer guten Laune, den launigen Sprüchen, der tollen Show und der abwechslungsreichen Musik verwandelten sie innerhalb kürzester Zeit das Zelt in einen brodelnden Partytempel. Die Reihen schunkelten und auf den Bierbänken wurde lautstark den Nachbarn zugeprostet.

Die Band rockte das Zelt mit Zugaben bis gegen 1.30 Uhr. Danach ging‘s nicht zur After-Show-Party oder ins Hotel. Nein, das Quintett machte sich sofort auf den Heimweg nach Österreich, wo einige Stunden später in Ravelsbach nordwestlich von Wien am Sonntag um 11.30 Uhr ein Frühschoppen-Konzert auf dem Plan stand. Respekt. Bei den „Daraufgängern“ ist der Name Programm.

Bedeutend ruhiger ging es gestern Morgen beim ökumenischen Zeltgottesdienst weiter, den der evangelische Pfarrer Roland Bader und sein katholischer Amtsbruder Wolfgang Jäger zelebrierten.

Zum anschließenden Frühschoppen spielten die Köhlermusikanten aus Kohlstetten auf. Am Nachmittag standen die Augstbergmusikanten aus Steinhilben und die Oberstetter Dorfmusikanten auf der Bühne.

Vielen Gäste fragten sich, weshalb dieses Mal Süßigkeitenstand, Schiffschaukel und Kinderkarussell fehlten. „Die haben kurz vor der Veranstaltung abgesagt“, bedauerte Vorstand Gauß. Das tat dem „Engstinger Herbst“ aber keinen Abbruch. Der Luftgewehrschießstand der Schützengilde Großengstingen und das Bungee Trampolin waren mehr frequentiert als sonst. Auch die ebenfalls ins Programm aufgenommenen Vorführungen der Malteser-Rettungshundestaffel Esslingen-Reutlingen kamen bei den Gästen sehr gut an.

Der Engstinger Herbst geht am heutigen Montag, 11. September, um 15 Uhr mit dem traditionellen Nachmittag für Kinder, Hausfrauen, Rentner und Handwerker aus Engstingen und Umgebung weiter. Die musikalische Umrahmung übernimmt zuerst die Veteranenkapelle des Musikvereins Großengstingen, die dann von 19 Uhr an vom Musikverein Wilsingen abgelöst wird. lejo

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Adventsmärkte graben Traditionsmarkt das Wasser ab

„In fünf Jahren brauchen wir vermutlich nicht mehr in die Stadt kommen“, war sich Rudi Schrade sicher. Wie er dachten viele. weiter lesen