Bucheles-Projekt geht weiter

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Am Montagabend präsentierte Revierförster Reinhard Metzger (3. v. r) zum letzten Mal die Waldpläne in der Mehrstetter Gemeinderatssitzung. Nach 26 Jahren wechselt er zum Staatsforst.  Foto: 

Vor den Plänen fürs kommende Waldwirtschaftsjahr gab  Förster Reinhard Metzger wie immer zunächst einen Rückblick darauf, was sich 2017 im Revier getan hat.  Das Mehrstetter Holz ist gefragt. Allein am Jahresende gingen bei einem öffentlichen Verkauf knapp 700 Festmeter weg. Auch alle 36 Reisschläge hat der Förster an den Mann gebracht.

 Im Westen des Reviers war der Vollernter im Einsatz, hat aus den Fichtenbeständen rund 1000 Festmeter herausgeholt. Schwächeres Holz machte der  Energieholzvollernter unter anderem  im Bötten- und Schandtal,  auf dem Auinger Lehr und  den Hardthöfen. Bei zwei Laubholzeinschlägen von 400 bis 500 Festmetern wurden auch Eschen geerntet.  Den maladen Eschen ging es außerdem mit Vollernter sowie mit Energieholzvollernter für die schwächeren Bäume  an verschieden Stellen  ans Holz. Im Revier ist „jetzt weg, was weg muss“, so Metzger. Er bedauerte, dass  nach Buchen und Fichten „die drittwichtigste Baumart im  Wald fehlt, und die kommen auch nicht mehr“.

  Kostenlose Landschaftspflege gab es 2017 für die Mehrstetter. Ein Pflegetrupp des Regierungspräsidiums  Tübingen rückte im Böttental und Schneiders Teich an  und entbuschte das Gelände. „Ziemlich scharf, das hat nicht jedem gefallen“, sagte Metzger, der dem Team eine fachmännische Arbeit bestätigte.

Ein Lieblingsprojekt Metzgers, nämlich aus Mehrstetter Buchele Mehrstetter Buchen zu ziehen, hat  nicht ganz  so geklappt, wie er es sich gewünscht hat.  Im Wald seien dem „knochentrockenen Frühjahr und dem Spätfrost“ geschuldet, kaum welche aufgegangen, „bis auf wenige Ausnahmen“.

Mehr Glück  hatte er mit denen in der Pflanzschule: Die Buchele seien gewachsen, „wie die Haar auf dem Hund“, aus denen könne man noch was machen.  Und da es noch Buchelesreserven gibt, geht das Projekt weiter.

„Kontinuität“ im Wald ist wichtig, so Metzger, und deshalb gibt es auch 2018 kaum Abweichungen von den Zahlen 2017.  Lediglich die Summe  bei der Jungbestandspflege fällt auf. Da hat die Gemeinde in den letzten Jahren nichts investiert, 2018 sollen es 1800 Euro sein, von denen drei der sechs Hektar  „Böttinger Halde“  durchforstet werden.

Ansonsten belaufen sich die Ausgaben 2018 insgesamt auf 79 200 Euro, 2017 liegt der Plan bei 73 200 Euro.

Die Einnahmen aus den Holzerlösen werden  nächstes  Jahr  bei einem Einschlag von 2100 Festmetern auf 108 700 Euro geschätzt, dieses Jahr werden  bei 2200 Festmetern 101 000 Euro erwartet.

Und diese Summen sollen als Überschuss in die Gemeindekasse fließen: 2018 insgesamt 29 500 Euro, 2017 sollen es 27 800 Euro sein.

Reinhard Metzger  saß am Montagabend zum letzten Mal am Mehrstetter Ratstisch. „Fast auf den Tag genau 26 Jahre“,  war er Förster in Mehrstetten, hat die Kommunalpolitiker beraten, was das Beste für den Gemeindewald und die Gemeindekasse ist.  Jetzt wechselt er  zum Staatsforst ins Ermstal.

Sein Nachfolger wird Michael Baur (26), der im Moment noch Leiter der Kommunalen Holzverkaufsstelle im Landkreis Reutlingen ist. Ob er die Stelle  als Revierförster in Mehrstetten schon am 1. Januar oder aber erst am 1. Februar 2018 antritt, ist im Moment noch nicht klar.

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