Bilder und Skulpturen aus Liebe zu  Pferden

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Horst König zeigt Pferdebilder in der Klosterkirche Offenhausen, von Brigitte Eberl sind Bronzeskulpturen zu sehen.  Foto: 

Sowohl der Maler aus Marbach wie auch die Bildhauerin aus München sind in der Region nicht unbekannt. Beide hatten ihre Werke in früheren Ausstellungen bereits äußerst erfolgreich in der Klosterkirche Offenhausen ausgestellt. Am Mittwochabend kamen deshalb auch zahlreiche Besucher zur Vernissage. Sie waren neugierig darauf, wie die ausdrucksstarken Pferdemalereien von Horst König mit den Bronzefiguren von Brigitte Eberl eine Symbiose eingehen.

Die Künstler haben eine besondere Beziehung zu Pferden: Seit 40 Jahren begegnet Horst König ihnen tagtäglich im Rahmen seiner Arbeit im Haupt- und Landgestüt Marbach, beim Reiten spürt er ihre Kraft und ihre Eleganz, die auf ihn selber übergreift. Brigitte Eberl besitzt selbst Pferde und war schon von Kind an eine große Tierfreundin. Ihrer Liebe und Leidenschaft zu Pferden verleihen die beiden durch ihre Kunst Ausdruck.

30 Pferdebilder können in der Ausstellung bestaunt werden, das zehn Meter breite Fries mit insgesamt 27 dargestellten Araberhengsten auf 12 Bildern zieht jedoch in besonderem Maße die Blicke auf sich. Im Laufe von dreieinhalb Jahren sei dieses „Lebenswerk“ entstanden, erzählte König und konnte jeden einzelnen Hengst beim Namen nennen. Auf fast allen Bildern sind drei Hengste dargestellt, die in Korrespondenz zueinander stehen. Geplant waren ursprünglich nur drei Bilder mit neun Hengsten, diese wurden mehrmals überarbeitet und ersetzt, weil sie nicht zueinander passten.

Dann malte Horst König weiter und so entstand das Fries über die ganze Breite der Klosterkirche, das Hengste als Väter und Söhne zeigt, die aus der Marbacher Araberzucht hervorgegangen sind.

Passend zum Jubiläumsjahr

Diese Ausstellung passt wunderbar ins Jubiläumsjahr „200 Jahre Weil-Marbacher Vollblutaraberzucht“, denn der Maler versteht es, das Wesen dieser erhabenen Tiere mit ihren anatomischen Besonderheiten zu erfassen und ausdrucksvoll auf Leinwand zu bannen. Er sieht und beobachtet, er versteht und erfasst mit allen Sinnen das Wesentliche, das den Charakter der Pferde ausmacht. „Meinen Pferdebildern lege ich Fotos zugrunde, die herausragend sein müssen. Nur so kann ich ein stimmiges Bild vermitteln, das die Lebendigkeit der Tiere zeigt“, erklärte er. Prägnantes müsse herausgearbeitet werden: „Je größer das Pferd umso mehr Striche brauche ich“.

Es sei ein Traum von ihm gewesen, seine Bilder gemeinsam mit den Bronzeskulpturen von Brigitte Eberl auszustellen. Die Künstlerin ist international unterwegs, ihre Plastiken bestechen durch filigrane Bearbeitung und Lebendigkeit in Bezug auf Rasse, Muskulatur und Proportionen. Sie laden den Betrachter ein, sie von allen Seiten ausgiebig zu bestaunen, sie mit den Fingern zu „be-greifen“.

Brigitte Eberl nutzt ebenso wie Horst König die Kunst, um Gefühle zu konservieren und sie später wieder aufleben zu lassen. Ihre Werke drücken mit jedem Pferdekörper und jedem Pferdeportrait Emotionen aus. Sie verkörpern die Liebe zu diesen Tieren und die Faszination, die hinter dem Wesen Pferd steckt.

Die Ausstellung in der Klosterkirche Offenhausen ist bis Ende Oktober zu sehen. Darüber hinaus veranstaltet der Museumsverein auch in diesem Jahr laut Vorsitzenden Dr. Harald Lorenz wieder zahlreiche interessante Veranstaltungen wie Konzerte, Kabarettabende und ein Jazzfrühschoppen.

Die Ausstellung in der Klosterkirche Offenhausen ist bis Ende Oktober zu sehen. Darüber hinaus veranstaltet der Museumsverein auch in diesem Jahr laut Vorsitzenden Dr. Harald Lorenz wieder zahlreiche interessante Veranstaltungen wie Konzerte, Kabarettabende und ein Jazzfrühschoppen.

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