Aus Plänen werden greifbare Projekte

Für die Mittlere Alb ist das Förderprogramm LEADER der Europäischen Union ein wichtiges Instrument, um die Region weiter zu entwickeln und wirtschaftlich zu stärken. Nun kam es zum Erfahrungsaustausch.

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Landrat Thomas Reumann (Zweiter von links) im Gespräch mit weiteren Akteuren der LEADER-Gruppe und Ministerialdirektor Wolfgang Reimer (rechts neben Reumann).  Foto: 

Die Erfahrungen aus dem ersten Förderaufruf 2015/2016 und den vergangenen Monaten lassen das große Potenzial des Entwicklungsprogramms für die Region erkennen. Bei einem Besuch von Wolfgang Reimer, Ministerialdirektor und Amtschef im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, im Aktionsgebiet Mittlere Alb hatten Mitglieder der LEADER-Aktionsgruppe (LAG) und Akteure der Region am 10. März die Gelegenheit, sich direkt mit Ministerialdirektor Reimer über die bisher gemachten Erfahrungen auszutauschen.

Nach einem erfolgreichen Start in die Förderperiode wird voraussichtlich am 19. April 2016 in der Beiratssitzung die Vergabe der bewilligten Projektfördermittel beschlossen. Thomas Reumann, Landrat des Landkreises Reutlingen und erster Vorsitzender des Vereins LEADER Mittlere Alb, sieht darin einen wichtigen Schritt: "Mit der Förderung werden aus Plänen tatsächliche Projekte, die einen positiven Einfluss auf die Lebenswirklichkeit der Bürger haben und die Gemeinden voranbringen."

Ministerialdirektor Reimer sagte, dass er mit großem Interesse den nun anlaufenden LEADER-Prozess in den neu ausgewählten Aktionsgebieten verfolge. "Die Aktions-gruppe Mittlere Alb greift zentrale Themen wie Inklusion, Bürgerbeteiligung und lebenswerte Dörfer auf, die unsere ländlichen Räume bewegen. Ich bin sicher, dass die Gruppe mit ihrem Engagement einen wertvollen Beitrag zur guten Entwicklung ihrer Region leisten wird", betonte Reimer.

Das LEADER-Programm bringe alle relevanten Institutionen, Unternehmen, Verbände und Vereine sowie die Bürgerschaft zusammen. Die Landesregierung habe das EU-Regionalentwicklungsprogramm LEADER für die neue Förderperiode neu ausgerichtet. Ein wichtiges Ziel war, bessere Voraussetzungen zu schaffen, um möglichst viele gesellschaftliche Gruppen in den Regionalentwicklungsprozess zu integrieren. "Dies ist in der Aktionsgruppe Mittlere Alb sehr gut gelungen." Hierfür spreche auch die hohe Frauenquote in der Aktionsgruppe. Reimer wies darauf hin, dass die Region bereits auf positive Erfahrungen aus den Förderprogrammen Plenum, Regionen aktiv dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb zurückgreifen könne. Neben der Projektförderung ist das bürgerschaftliche Engagement für die erfolgreiche Umsetzung von LEADER-Projekten in der Region unerlässlich. In Arbeitsgruppen und Arbeitskreisen werden Themen wie Inklusion, Mobilität oder Gesundheit intensiv diskutiert und konkretisiert. Ergänzend zum Austausch in der Region sowie überregional geht es auch darum, Erfahrungen der Aktionsgruppe an das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz weiterzugeben. So leistet die LAG Mittlere Alb einen Beitrag dazu, LEADER auch auf Landesebene stetig weiterzuentwickeln.

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