Auf Anhieb drin

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Carola Wolle ist hocherfreut über ihr Wahlergebnis.  Foto: 

Carola Wolle von der AfD wird ins Landesparlament einziehen, allerdings nicht für den Wahlkreis 61, sondern für ihren zweiten Wahlkreis Neckarsulm, für den sie angetreten ist. Ihr Mandat für den Wahlkreis 61 gibt sie jetzt an den Ersatzkandidaten Hans-Peter Stauch. Hoch erfreut zeigte sich Wolle gestern Abend über den Erfolg ihrer Partei aus dem Stand heraus. Ein Erfolg, der sich auch im Wahlkreis 61 widerspiegelt. Mit 16,1 Prozent liegt Wolles Ergebnis sogar noch über dem Landestrend. "Wir haben unglaublich viel informiert, waren vor Ort, haben mit den Leuten gesprochen", bilanziert die 52-Jährige. Das Wahlergebnis sei freilich der Situation geschuldet, die Flüchtlingsthematik bewege die Wähler, auch wenn dies kein Landesthema sei. "Aber offensichtlich sehen sich die Leute von uns gut vertreten."

Das Thema Schulpolitik steht für Carola Wolle ganz oben auf der Dringlichkeitsliste für das neue Landesparlament. Ebenso wolle sich die AfD für die konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber einsetzen. Als drittes Thema nennt Wolle die Verkehrspolitik. Carola Wolle ist Inhaberin einer kleinen Firma und Mitglied des Landesvorstands.

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Kommentare

24.03.2016 18:06 Uhr

... aber sie hat das Kindersoll nicht erfüllt!

Frauen, die für die AfD sind, müssen doch mit gutem Beispiel vorangehen. Von Frauen erwartet die AfD, dass sie mind. 3 (gerne auch mehr) Kinder gebären und diese zu Hause selbst erziehen, was bedeutet, dass Frauen keinen Beruf ausüben sollen.
Das kann Fr. Wolle nicht vorweisen: Sie hat nur ein Kind, d. h. muss also noch mind. 2 Kinder erziehen.
Sicher hat die AfD nichts dagegen, wenn dies Adoptivkinder sind für den Fall, dass eine Frau nicht mehr.

Die AfD hat ihr Wahlergebnis der Falschinformation der Wähler über den 1. Entwurf des Wahlprogramms zu verdanken. Auch wurden die sog. Russland-Deutschen, die in den russischen Medien in russischer Sprache über die Wahlprogramme informiert wurden, offenkundig nicht über diesen 1. Entwurf des Wahlprogramms informiert. Man hätte diesen Entwurf auch auf Russisch übersetzen können. So hat die AfD ihre Wähler getäuscht über ihre eigentlichen Ziele wie Abschaffung (=Privatisierung) der Arbeitslosenversicherung, Rentenaltererhöhungen, Wegsperren von chronisch psychisch Kranken (man erinnert sich unwillkürlich an die Nazi-Zeit, wenn man das liest), usw. Einer der AfD-"Bosse", Hr. Meuthen, hat noch vor kurzem klargestellt, dass die AfD keine Partei für Geringverdiener sei!
Aber die meisten Stimmen bekam die Partei von Geringverdienern und von nicht ausreichend informierten Wählern. D. h. viele Wähler, denen die AfD an den Geldbeutel will, haben diese Partei gewählt!!!
Das Sprichwort:
"Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber" hat also immer noch seine Berechtigung.

Wenn man auch noch bedenkt, dass die Wähler eine Partei ohne ein gültiges Parteiprogramm gewählt haben, bekommt man große Zweifel an dem Urteilsvermögen dieser Wähler, denn das kommt einem "Freifahrtsschein" für diese Partei gleich. Und wer kauft schon gern "die Katze im Sack"?

Alles in allem muss man also zusammen fassen, dass die AFD in höchstem Maße unseriös ist und ich würde jedem, der sie wählte, raten, doch beim nächsten Mal genauer hinzuschauen.

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