Attraktive Appartements gratis nutzen

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City-Managerin Silvia Pöhlsen, HGR- und City- und Marketing-Vereinsvorsitzende Kornelia Eisele, Schulleiter Werner Rieber und der Vorsitzende der Vogel- und Geflügelfreunde, Josef Brüstle (von links), mit Schülern bei der Vorstellung des neuen Taubenschlags.  Foto: 

Mit einem attraktiven Wohn-Angebot wollen die Riedlinger der Taubenplage in der Altstadt begegnen. Dafür haben Schüler und Schülerinnen der Riedlinger Geschwister-Scholl-Realschule unter der Anleitung von Schulleiter Werner Rieber einen Taubenschlag mit 40 Appartements gebaut. Am Wochenende wurde er bei der deutschen Gimpeltauben-Schau in der neuen Markthalle in der Donaustadt vorgestellt.

Geschäftsleute und Bewohner der historischen und ansonsten so idyllischen Altstadt klagen vermehrt über die gurrenden Vögel und vor allem ihre Hinterlassenschaften, welche Balkone und die Pflastersteine in den Straßen und Gassen verunzieren und sogar Dachrinnen verstopfen.

Konfrontiert mit den Klagen wurde der City- und Marketingverein mit Kornelia Eisele an der Spitze. Sie und City-Managerin Silvia Pöhlsen waren denn auch bei der Vorstellung des imposanten Taubenschlages anwesend, entstanden aus der Kooperation des Handels- und Gewerbevereins, der Riedlinger Gemeinschaftswerbung und der Stadt, die gemeinsam die Kosten tragen. Mit ins Boot genommen hatten sie bei der Überlegung die Vogel- und Geflügelfreunde Riedlingen und Vorsitzender Josef Brüstle sagte Unterstützung zu. Am Römerweg, in der Nähe des Vereinsheimes, wird der Taubenschlag aufgebaut, mit dem Nebeneffekt, Spaziergängern als neue und sehenswerte Attraktion zu dienen.

Tauben leben in Verbänden. Also sollen vier bis fünf Paare in dem Taubenschlag angesiedelt werden, um weitere an- und von der Altstadt wegzulocken. Wenn es funktioniert und die Tauben ihre Eier ablegen, um sie auszubrüten, sollen diese durch Gips-Eier ausgetauscht werden. Diese Aufgabe übernehmen die Vogel- und Geflügelfreunde. Viel zu tun gibt es für sie während der Hauptbrutzeit zwischen März und Mai.

Ob’s funktioniert, die Tauben umzusiedeln und ihre Population durch diese Maßnahme einzudämmen, bleibt abzuwarten. Im Februar soll der Taubenschlag, den Schüler der heutigen 10c im vergangenen Schuljahr nicht nur gebaut, sondern auch selber konstruiert haben, aufgestellt werden.

Wichtig, da sind sich Kornelia Eisele, Silvia Pöhlsen und Josef Brüstle einig, wäre aber auch, in der Innenstadt Schlupflöcher zu stopfen, in denen die Vögel in leer stehende Häuser oder auf Dachböden gelangen, um sich dort ungestört zu vermehren.

Wohnplätze bietet der Taubenschlag, der außerhalb am Römerweg aufgestellt wird und die Tauben zum Umzug animieren soll, um damit die Innenstadt zu entlasten.

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