Gebäude wird saniert

Riedlingen.  Die SRH FernHochschule braucht mehr Platz und will das Gebäude der Hospitalpflege in der Weiler-Straße 12 langfristig mieten. Jetzt wirds saniert, da es leider etwas runtergekommen ist.

Das stattliche Gebäude, das "leider etwas runtergekommen" sei, wie es Bürgermeister Hans Petermann formulierte, wurde laut Stadtbaumeister Johann Suck 1796 als Gebäude des Domkapitels von Konstanz erbaut.

Die Innenräume weisen mit ihren Türen, Dielenböden, Wandtäfer und Stuckdecken noch auf die einstige hochwertige barocke Ausstattung hin. Auch stadtgeschichtlich ist das Haus von Bedeutung, lebte in ihm doch Thadä Eduard Miller, der Anführer der Revolution 1848/49 in Riedlingen. In dem Haus geboren wurde zudem sein Sohn Friedrich Johann Miller, der 1855 in die Vereinigten Staaten auswanderte und Begründer der heute zweitgrößten Brauerei in den USA ist.

Nachdem die SRH FernHochschule Riedlingen, die derzeit nahezu 1500 Studenten betreut, neben dem Wegscheiderhaus weitere Verwaltungs- und Besprechungsräume benötigt, wurde ihr seitens der Hospitalstiftung diese Haus angetragen. Sie wiederum stellte einen Antrag zur Förderung aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm für energetische Maßnahmen und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst stellte die volle Förderung von 200 000 Euro für die Sanierung des Hauses in Aussicht. Eine endgültige Entscheidung soll Mitte Februar fallen. Für die energetische Sanierung im auf 20 Jahre anzumietenden Erd- und dem ersten Obergeschoss sind 213 000 Euro veranschlagt. Insgesamt bezifferte Stadtbaumeister Suck die Kosten mit 1,235 Millionen Euro. Die Stadt erwartet zur Finanzierung Mittel aus dem Stadtsanierungsprogramm. Im günstigsten Fall hätte die Hospitalpflege noch 511 000 Euro selber aufzubringen.

Das zweite Obergeschoss, so Suck vor dem Gemeinderat, der gleichzeitig Gemeindestiftungsrat ist, wäre für Büros geeignet, aber auch als Wohnung für Gastdozenten. Der Dachraum könnte weiterhin als Lager- und Abstellungsfläche dienen. Die SHR FernHochschule Riedlingen will im September 2011 einziehen, weshalb die Zeit drängt. Mit den Architektenleistungen wird das Büro Schirmer & Partner betraut. Überdies wurde die Verwaltung ermächtigt, Ingenieurbüros zu beauftragen. Festgehalten wurde in dem Beschluss, dass Maßnahmen, die über die Erarbeitung der Planungsgrundlagen hinausgehen, erst weitergeführt werden dürfen, wenn die aufgezeigten Finanzierungsbausteine erfüllt sind.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken




Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: WALTRAUD WOLF | 10.02.2010

Wo kracht es in Ulm und Neu-Ulm am häufigsten?

Ulm/Neu-Ulm Wo knallt es in Ulm und Neu-Ulm am häufigsten? swp.de hat die Unfallstatistiken der beiden Städte ausgewertet und zeigt die zehn kritischsten Punkte.... mehr

Weiterer Horrorcrash: Zwei Insassen schweben in Lebensgefahr

Griesingen/ Ehingen In der Nacht zum Freitag hat sich gegen 22.47 Uhr erneut ein schwerer Verkehrsunfall mit sechs schwerst Verletzten ereignet. Ein Auto prallte gegen eine Betonmauer. Zwei der Insassen schweben in Lebensgefahr. ... mehr

Unwetter: Sturm deckt Dächer ab

Main-Tauber-Kreis Das heftige Unwetter am Donnerstagabend und in den Nachtstunden hielt auch die Rettungskräfte des Main-Tauber-Kreises in Atem. ... mehr

Um den Pfeiler gewickelt

Neu-Ulm Eine 20-jährige Sportlerin des Ulmer Ruderclubs wurde leicht verletzt, als ein Frauen-Achter bei starker Strömung mit einen Pfeiler der Eisenbahnbrücke kollidierte. Alle konnten sich schwimmend ans Ufer retten.... mehr

Ersthelfer stirbt bei Unfall auf A7 bei Nersingen

Kreis Neu-Ulm Er wollte nach einem Unfall helfen und kam dabei selbst ums Leben: Ein 48 Jahre alter Mann ist auf der Autobahn A7 bei Nersingen (Landkreis Neu-Ulm) am Samstag tödlich verunglückt, wie die Polizei mitteilte.... mehr

Drei Oberbürgermeister bei der Eröffnung des Donaufests

Ulm/Neu-Ulm Oberbürgermeister Ivo Gönner hat gestern bei anfangs schönem Wetter das Donaufest eröffnet. Gönner und seine Kollegen Demszky und Noerenberg sehen die Donauländer als politische Impulsgeber in Europa.... mehr