Albverein tourt in den Alpen

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Die Hayinger Albvereilner waren kürzlich in den Südtiroler Alpen unterwegs. Der Weg führte auch über Gletscherfelder.  Foto: 

Mit prall gefüllten Rucksäcken ging es für die Hayinger Albvereinler am ersten Tag in rund fünf Stunden steil bergauf zum Hohenzollernhaus bei Pfunds/Landeck. Dort angekommen wurde von allen gerne die Freiluft-Dusche mit Aussicht genossen, bevor man zum gemütlichen Teil überging.

Tour auf den Glockturm

Am nächsten Morgen startete man zur Tour auf den Glockturm (3355 Meter), die zunächst gemächlich über Almwiesen und auf Bergpfaden bergauf ging, dann hieß es Grödeln und Steigeisen auspacken, um ein Gletscherfeld zu überqueren. Nach steilem Anstieg über das Riffljoch wurden die Bergwanderer mit einer überwältigenden Aussicht belohnt.

Am  dritten Tag verließen die Wanderer das Hohenzollernhaus, um sich auf den Weg zur der im Langtauferer Tal (Südtirol, Vinschgau) gelegenen Masebenhütte (2300 Meter) zu machen. Es war eine beeindruckende Tour auf guten Bergpfaden zunächst durchs Radurscheltal zur Radurschelscharte (2872 Meter), dann der Übergang ins Langtauferer Tal mit Blick auf die Südtiroler Berge bei herrlichem Wanderwetter. Die Masebenhütte ist eine herrlich gelegene, moderne Hütte,  zum Teil sogar mit Doppelzimmern mit Dusche.  Der Ausblick auf die umliegenden Berge und das gute Essen belohnte die lange Tagestour. Gerne wäre man dort länger geblieben, aber es ging weiter zur  vierten Etappe der Tour. Doch „dieser Weg wird kein leichter sein“  – da wussten die Albvereinler noch nicht, was auf sie zukam.

Zunächst ging es gemütlich und mit Blick auf den Gletscher hinauf zur Planeilscharte dann steil nach oben zum Matscher Joch (3191 Meter). Dank Wander-App fand man den Weg weiter durch Felsblöcke und Geröll und über ein mit Spalten durchsetztes Schneefeld, das alles abverlangte. Als man schon dachte, das war´s, kam der Abstieg vom Matscher Joch mit ein paar ausgesetzten Stellen und viel steil abfallendem Geröll,  das keine Sekunde Unaufmerksamkeit duldete.

Endlich im Matscher Tal angekommen, musste an dessen Ende noch der Aufstieg zur letzten Hütte, der Oberetteshütte auf 2250 Metern bewältigt werden. Mit viel Kraft und gegenseitigem Ansporn erreichte man die Hütte abends um 19.30 Uhr – die längste Tages-Tour aller Vier-Tagestouren mit 10,5 Stunden  Gehzeit war geschafft – und die Wanderer auch! Nach kleiner Erholphase und sehr gutem Essen wurde der letzte Hüttenabend genossen. Am nächsten Morgen ging es zum Abstieg nach Matsch, dem 1. Bergsteigerdorf Südtirols, das man an schönem Waldweg entlang erreichte. Nach einem ausgiebigen Mittagessen brachte das Wandertaxi alle zurück nach Pfunds, wo man sich von Wanderführer Jürgen Haible verabschiedete, der seine mehrwöchige Alpenüberquerung fortsetzte. Eine überwältigend schöne, aber anstrengende Tour lag hinter den Wanderern, die viele bleibende Eindrücke der Ötztaler und Südtiroler Bergwelt bescherte.

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