ALBTÄGLICHES: Vom Land

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Die Friseurmeisterin war mit ihren drei Mitarbeiterinnen in Stuttgart auf dem Weg zu einer Fortbildung. Als das Quartett in der U-Bahn einen Waggon betrat, wedelten die Leute auf dem Bahnsteig heftig mit den Armen und wollten sie aus dem Wagen locken. Sie wussten nicht warum und kontrollierten vorsichtshalber ihr Gepäck, ob sie vielleicht etwas stehen gelassen hatten. Sie vermissten nichts und schon setzte sich die Bahn in Bewegung. Sie konnten es sich bequem machen, befanden sie sich doch ganz alleine darin. Ohne Halt schwirrten Stationen an ihnen vorüber, bis es stockdunkel wurde. "Ein Tunnel", dachten sich die vier, doch es wurde nicht mehr hell. Dafür stoppte die Bahn für sie im Niemandsland. Hier aussteigen? Unmöglich und sicher falsch. Um sich Sorgen zu machen, hatten sie gar keine Zeit, kam doch schon ein Schaffner auf sie zu, der sie entsetzt ansah und fragte, warum sie überhaupt eingestiegen seien. Die Bahn befände sich im Depot. "Wir sind vom Land", vermerkte die Chefin kleinlaut und veranlasste den Bahnbediensteten zu schallendem Gelächter. Er zeigte Mitleid mit den Provinzlerinnen und versprach: "In zehn Minuten fahre ich Sie wieder raus."

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