"Na, wer hat's erfunden?"

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Das Kirchenwort stammt von Steffen Tröster, Diakon in der Seelsorgeeinheit Engstingen-Hohenstein.  Foto: 

"Na, wer hat's erfunden?" Nein, ich meine jetzt nicht das bekannte Kräuterbonbon, das Sie sicher - zumindest aus der Werbung - kennen. Mir kommt diese Frage immer in den Sinn, wenn ich Teile aus dem alttestamentlichen Buch Ijob lese. Dieses Buch ist nun wirklich keine leichte Kost. Es geht um die zentrale Fragen: Warum gibt es Ungerechtigkeit und unschuldig erlittenes Leid?

Das Buch Ijob zeigt einen Menschen, der Unfassbares erleiden muss. Aber trotz all dem Leid lässt er Gott immer größer als den Menschen sein, er gibt sich ganz dieser Größe Gottes anheim. Freilich: das Leid bleibt ein ungelöstes Rätsel, es entzieht sich aller vernunftgemäßen Erklärung. Aber durch das Leid stößt Gott immer wieder neu zur Glaubensentscheidung an.

Im Kapitel 38 drängt sich nun eben die Frage auf: Wer hat's gemacht? In diesem Kapitel geht es darum, dass Ijob gegen die augenscheinliche Ungerechtigkeit Gottes klagt. Er fordert, dass Gott die Dinge gerechter handhaben solle. Also in etwa so, wie man es eigentlich mit seinem gesunden Menschenverstand auch erwarten dürfte. Daraufhin überschüttet Gott Ijob mit einer Fülle von Fragen: Wo warst du denn, als ich die Erde gründete? Sag an, wenn du so große Einsicht hast! Wer setzte fest ihr Maß? Du weißt es ja. Wer spannte über sie die Messschnur aus? Worauf sind ihre Pfeiler eingesenkt, und wer hat ihren Eckstein eingefügt....

Wer hat's gemacht? Nichts anderes bleibt uns, als zu antworten: Du! Und Gottes ganze Rede klingt wie eine einzige Bitte: Ja, dann vertrau mir doch auch!

Wenn ich tatsächlich sagen kann: Ja, ich glaube, dass du, Gott, der Urgrund allen Seins bist, der Erste und der Letzte - dann müsste doch auch ein ganz klein wenig mehr Vertrauen möglich sein. Darum geht es Gott.

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