"Monospektakel" geht weiter

"Do semmer" sagen "Hanni und Fanni" im Melchinger Lindenhof. In der Reutlinger Tonne wird die Serie der Monospektakel fortgesetzt, und in Ulm hat "Rommel - ein deutscher General" Premiere.

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Die Zuschauer bestimmen das Programm, die Schauspieler agieren auf Zuruf und im Wettstreit der Mannschaften: "Theatersport" wird jetzt gleich vier Mal im Großen Saal des LTT geboten: heute und morgen um 20 Uhr, am Sonntag um 16 und um 20 Uhr.

"Tanzdialog", Spuren der Erinnerung und des Lebens, gibt es heute in der LTT-Werkstatt: "Das ist das getanzte Wort, der gesprochene Klang und der tönende Tanz. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, mit und ohne Handicap, suchen die Spuren der verlorenen Leben - der Verfolgung, der Ausgrenzung, des Todes in Grafeneck und Hadamar - und manche machen sich auf die Suche nach den Spuren des Lebensmorgen. Da sind Trauer und Freude, Angst und Hoffnung - und die Chance, die Welt zu verändern. Tanzdialog - raus aus den "behinderten Sonderwelten", rein ins ganz normale Vergnügen, ins Theater des Lebens." Am Samstag ist dort "Keine Macht für Niemand", am Dienstag "Impro Akademie" angesagt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Die Reutlinger Tonne macht mit ihrem erfolgreichen "Monospektakel" weiter, und zwar am Donnerstag, 20 Uhr, im Spitalhof: "Effi Briest", ein Erzähltheatersolo von Karin Eppler nach Theodor Fontane.

Die Vorstellungen von "Brundibar" diesen Monat sind ausverkauft.

Einen "Monolog mit Monochord", literarische und musikalische Petitessen für Monochord und eine schwäbische Sprecherin von und mit Susanne Hinkelbein wird heute, 20 Uhr im Lindenhof geboten. Um 20 Uhr beginnt am Samstag auch "Theatertreffen", ein Singspiel aus den Alpen. In "Der jungen Liebe Nacht und Traum" - Shakespeare spielen" nähern sich Schülerinnen und Schüler aus Tübingen, Mössingen und Balingen dem Shakespeare-Stück auf ihre ganz spezielle Weise. Beginn ist am Sonntag um 17 Uhr. "Die Landpomeranze und Herr N." stehen am Mittwoch, 20 Uhr, mit "Von der Ackerschelle zur Glockenblume" auf der Lindenhof-Bühne. Und "Hanni und Fanni" sagen am Donnerstag, 20 Uhr, "Do semmer".

Eine doppelbödiger Kabarett-Abend und eine literarisch-musikalische Besichtigung mit Walter Frei und Wolfgang Gentner (Klavier) - das ist "Was wäre Wien ohne Wiener". Zu sehen am Mittwoch, 20 Uhr, in der Theaterei Herrlingen.

Claudia Riese, Clarissa Hopfensitz und Kathrin Wolf sind "Willis wilde Weiber". Beginn heute, 20 Uhr, im Neu-Ulmer AuGus.

Uraufführung am Donnerstag, 20 Uhr im Großen Haus in Ulm: "Rommel - ein deutscher General" von Michael Sommer und Stephan Suschke. Zum Inhalt: "Am 14. Oktober 1944, um 12 Uhr, fahren zwei Generäle vor dem Haus Wippinger Steige 13 in Herrlingen vor. Nach einiger Zeit fahren sie mit einem weiteren Begleiter wieder ab. Wenige Minuten später ist Generalfeldmarschall Erwin Rommel tot. Der Sieg auf dem Schlachtfeld ist nicht alles. Wenn ein General gegen ausdrückliche Befehle handelt, auch wenn er dabei seine Soldaten schont, selbst wenn er dabei den Sieg erringt - wird er zum Hochverräter. Und doch ist es nicht das Vorpreschen auf dem Schlachtfeld, das Rommel wie Kleists Prinz Friedrich von Homburg zum Verhängnis wird. Es ist falsch verstandenes Pflichtbewusstsein und die Loyalität einem Führer gegenüber, der sie nicht verdient hat.

Es ist kein Zufall, dass sich ein Mythos um Rommel rankt, der die vermeintlich "saubere" Wehrmacht verkörperte - den braven schwäbischen Soldaten, der nur seine Pflicht tat und von Hitler zum Selbstmord gezwungen wurde. Was bedeutet diese Heldenverehrung heute? Das Stück fügt die Ereignisse um den Tod Rommels mit Texten von Kleist zusammen und kreist um die verführerischen, gefährlichen Träume des Soldaten."

Am Sonntag, 19 Uhr, führt das Ulmer Ensemble zum letzten Mal "Cyrano de Bergerac" auf.

Im Ulmer Podium wird morgen, 19.30 Uhr, "Nathan der Weise" aufgeführt.

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