„DRK befindet sich mitten im Leben“

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Der DRK-Ortsverein präsentierte sich beim gestrigen Fest zum 25-jährigen Jubiläum als starkes Team.  Foto: 

Sie helfen freiwillig und unentgeltlich, sie rechnen weder Zeitaufwand noch Belastbarkeit auf. Seit der Gründung des DRK-Ortsverein Hayingen sind die ehrenamtlichen Helfer im Dienst, um bei Notfällen in der Gesamtgemeinde Hayingen schnelle Hilfe zu leisten, um als „Helfer-vor-Ort“ lebensrettende Erstversorgung vorzunehmen und bei zahlreichen Veranstaltungen als Sanitäter zu fungieren. Vor allem „die beiden Roberts“ Rehm und Riehle hatten sich besonders für eine Gründung  ins Zeug gelegt, dafür wurde ihnen vom Vereinsvorsitzenden Markus Geiselhart gestern im Rahmen der Jubiläumsfeier Dank ausgesprochen.

Geiselhart ließ die Vergangenheit Revue passieren, erinnerte an die erste Blutspendeaktion 1992, an die Anschaffung eines Krankentransportwagens 1993 samt Ersatzbeschaffung 2008 sowie an den Bau des Vereinsheimes, das im Jahr 2001 eingeweiht werden konnte. Stets sei auf die Spendenbereitschaft und tatkräftige Unterstützung von Stadt und Bevölkerung Verlass gewesen, darauf hoffe man auch weiterhin, denn wieder wird auf einen neuen Krankentransportwagen gespart. Pro Jahr würden rund 80 Notfalleinsätze geleistet, das Niveau der Einsatzkräfte sei sehr hoch. 90 Prozent aller Alarmierungen hätten im vergangenen Jahr die „Helfer-vor-Ort“ als Erster erreicht, damit gehöre diese Gruppe zu den stärksten im ganzen Landkreis Reutlingen.

Wunsch nach Fahrzeug

Deshalb wünsche man sich in Hayingen auch ein eigenes „Helfer-vor-Ort“-Fahrzeug und man hoffe auf die Unterstützung vom Kreisverband. Dieser wurde beim Jubiläumsfest von Präsident Andreas Glück vertreten, der die ehrenamtlichen Mitarbeiter des DRK als „große Stärke“ bezeichnete. „Das DRK ist sehr tief in der Gesellschaft verankert, es befindet sich mitten im Leben“, so Glück. Die Aufgaben seien alles andere als einfach und würden von der Migrationsberatung über den sozialen Dienst bis hin zu Essen auf Rädern reichen.

„Am wichtigsten sind jedoch trotz der Probleme mit der Hilfsfrist unsere Rettungsdienste. Diese im Landkreis aufrechtzuerhalten ist aufgrund des Personalmangels nicht leicht“. Allein in Hayingen leisten 16 aktive ehrenamtliche Mitglieder rund 2400 Einsatzstunden im Jahr, das sind pro Mitarbeiter etwa 150 Stunden oder ein zusätzlicher Arbeitsmonat. „Das DRK ist nicht bloß ein Geschäft, hier geht es richtig zur Sache“, gab Glück zu bedenken.

Neben dem Sanitätsdienst bei Fasnetsveranstaltungen, Naturheatervorstellungen, beim Stadtfest und bei der Flugplatzhockete, neben Altkleidersammlungen und Blutspendeaktionen geht es vor allem darum, belastenden Rettungsdienst vom Autounfall über Schnittwunden bis zum Herzinfarkt zu absolvieren. Während der vergangenen 25 Jahre konnte sich die Hayinger Bevölkerung stets auf ihr DRK verlassen. „Hier wird das Abenteuer Menschlichkeit gelebt“, lobte Andreas Glück und bezeichnete den Ortsverein als „gesunden Verein“, der bisher nur einen Wechsel im Vorsitz zu verzeichnen hat. Robert Rehm stand von der Gründung bis 2016 an der Spitze. Im vergangenen Jahr hat ihn Markus Geiselhart abgelöst. Für diese Konstanz und für die geleistete Arbeit während der vergangenen 25 Jahre gab es auch Glückwünsche und Dank des Feuerwehrkommandanten Clemens Oberhofer und von Bürgermeister Kevin Dorner.

Der Festtag wurde vom DRK genutzt, um auf seine vielfältigen Aufgaben und Einsätze hinzuweisen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr, die gemeinsam mit dem DRK einen Autounfall und die anschließenden Rettungsmaßnahmen simulierte. Es wurde der Fuhrpark des DRK-Kreisverbandes, des Katastrophenschutzes und der Bergwacht gezeigt, außerdem präsentierte sich der Ortsverein mit Bildern und Berichten von Ereignissen und Einsätzen, die das ehrenamtliche Wirken hervorhoben. Musikalisch umrahmt wurde das Fest in der Digelfeldhalle von der Jugendkapelle der Stadtkapelle Hayingen.

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