"A Fescht wia friar"

Seit 20 Jahren wird in Hohenstein Kirbe gefeiert. Dieses Jubiläum wurde gestern traditionell mit Zwiebelkuchen und neuem Wein, mit Blasmusik und Chorgesang und mit vielen gut gelaunten Gästen gefeiert.

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Eigentlich wurde ja bereits vor 40 Jahren der Grundstein für die Hohensteiner Kirbe gelegt. Denn damals entschlossen sich die beiden Vereine Sängerbund Bernloch und Gemischter Chor Meidelstetten, gemeinsam zu singen. Das 20. Jubiläum sollte 1994 mit einem Gemeindefest gefeiert werden. Die Idee, eine Kirbe zu veranstalten, kam vom damaligen Bürgermeister Wilhelm Hägele und vom Bernlocher Sänger Werner Bez.

"A Fescht wia friar" - so lautete schon damals das Motto, bis heute hat sich daran nichts geändert. Auch das erste Kirbefest begann mit einem Gottesdienst, zum Frühschoppen spielte wie nunmehr schon seit 20 Jahren die Trachtenkapelle Bernloch auf. Das Nachmittagsprogramm wurde von verschiedenen Hohensteiner Vereinen gestaltet. Mit dabei waren der Gesangverein Eglingen, die Sängerrunde Hohenstein und die Volkstanzgruppe des Albvereins.

Mit dem diesjährige Programm sollte an die erste Kirbe erinnert werden, und so zeigte sich der Ablauf des Festes nahezu identisch. Geboten wurde auch gestern wieder in der wunderschön herbstlich geschmückten Hohensteinhalle ein gemütliches Ambiente, zum deftigen Zwiebelkuchen wurde neuer Wein aus dem Fass serviert, weiterhin standen auf der Speisekarte leckere Köstlichkeiten aus der Region.

Sieben verschiedene Sorten Wein aus der Heuchelberg-Kellerei standen zum Verkosten bereit, wer es lieber prickelnder mochte, durfte verschiedene Sekte probieren.

Der Gottesdienst wurde von Pfarrerin Simone Heideker-Stefani, von Diakon Lothar Schnizer und Hans Holzhauer gehalten, musikalisch wurde er vom Posaunenchor Ödenwaldstetten mit Gastbläsern aus Bernloch, Meidelstetten und Kleinengstingen sowie vom Sängerbund Bernloch-Meidelstetten umrahmt.

Trotz des hohen Altersdurchschnitts im Sängerbund Bernloch-Meidelstetten, der sich nun auch vor zwei Jahren ganz offiziell zu einem Verein zusammenschloss, konnte sich der Vereinsvorsitzende Hermann Rauscher wie in jedem Jahr voll und ganz auf seine Sängerinnen und Sänger verlassen. Nicht nur bei der Vorbereitung der Kirbe hatten sie sich mit der Dekoration der Halle und der Gestaltung der Fotoausstellung über die letzten 20 Kirbejahren mächtig ins Zeug gelegt. Auch in der Küche wurde jede helfende Hand gebraucht. Insbesondere über die Mittagszeit waren fast alle der 350 Plätze in der Halle besetzt und die Besucher genossen kulinarische Köstlichkeiten und gemütliches Beisammensein. "Genauso soll es sein", freute sich Hermann Rauscher. Denn dem Chor liegt stets als Veranstalter daran, die Bürger aus allen Hohensteiner Teilorten und darüber hinaus zusammenzubringen und der Geselligkeit eine Plattform zu bieten. Das ist ihm in den vergangenen 20 Jahren wie auch gestern voll und ganz gelungen.

Viele Besucher nutzten das herrliche Spätsommerwetter für eine Wanderung und setzten sich die Hohensteiner Kirbe entweder zum Ziel oder sie machten hier Rast, um später ihren Weg fortzusetzen.

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