MINT heißt das Zauberwort

In MINT - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - stecken hervorragende Zukunftsaussichten. Deshalb warb die Baden-Württemberg-Stiftung am Gymnasium für MINT-Berufe.

Münsingen. "Super Jobaussichten, gute Bezahlung, hervorragende Einstiegschancen" - das alles und noch viel mehr hat die Zukunft in der MINT-Branche zu bieten. Rund 91 500 Stellen konnten im vergangenen Jahr in diesem Bereich nicht besetzt werden, Fachkräfte werden händeringend gesucht.

Grund genug für das Bildungsnetzwerk der Baden-Württemberg-Stiftung, Werbung zu machen und Berufsperspektiven aufzuzeigen. Die zwei Jungakademikerinnen Silke Fanta, Diplom-Biologin, und Anna Kempf, Ingenieurin der Medizintechnik, veranschaulichten den Oberstufeschülern anhand einer multimedialen Präsentation, wohin die Entwicklung in verschiedenen Branchen geht. "Insbesondere in den MINT-Disziplinen warten spannende und abwechslungsreiche Berufe auf engagierte und gut ausgebildete Fachkräfte", betonten sie.

Mit "Coaching4Future" wurde ein Netzwerk aufgebaut, um junge Menschen aus Baden-Württemberg bei der Berufswahl im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu unterstützen und sie gleichzeitig bei einer Ausbildungs- und Studienentscheidung bis zum Berufseinstieg zu begleiten.

Am Münsinger Gymnasium wird seit vier Jahren ein guter Grundstein dafür gelegt. In der achten Klasse können die Schüler wählen zwischen Latein als dritte Fremdsprache oder NWT (Naturwissenschaft und Technik), was großen Zuspruch findet. Hier werden Themenstellungen aus den Blickwinkeln aller Naturwissenschaften fächervernetzend betrachtet. Dabei werden die in den Basisfächern Biologie, Physik, Chemie und den Geowissenschaften erworbenen Kenntnisse vertieft und naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen vermittelt. Die behandelten Themen orientieren sich an der Erfahrens- und Gedankenwelt der Schüler, wobei besonderes Gewicht auf experimentellem und projektorientiertem Arbeiten liegt.

"Das bringt was", hat NWT-Lehrer Joachim Heinzelmann die Erfahrung gemacht. Doch häufig wissen Schüler nicht, welche Möglichkeiten ihnen offen stehen und in wie viel verschiedenen Wirtschaftsbereichen Naturwissenschaftler gefragt sind. Anhand von konkreten Beispielen stellten Silke Fanta und Anna Kempf Berufsgruppen in den Vordergrund, die bei innovativen Entwicklungen, wie zum Beispiel zur Herstellung wasserabweisender Textilien oder zur Durchführung von Kosmetiktests, maßgeblich beteiligt sind. "Auch jene, die in Mathe keine Eins haben, können es in einem MINT-Studium durchaus zu etwas bringen", machten die Jungakademikerinnen Hoffnung.

Und auch die Schüler, die in Chemie während ihrer Schulzeit nie richtig durchsteigen konnten, hätten Chancen, weil die Themen oft in eine andere Richtung gingen und in anderen Zusammenhängen stünden. Sicher: "Die ganze Fachliteratur ist auf Englisch geschrieben, aber da liest man sich schnell rein." Und die Zukunftsaussichten sind äußerst gut: Rund 90 Prozent aller Studierenden mit Abschluss finden gleich einen Job, oft haben sie schon vor ihrer letzten Prüfung einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Auch der Verdienst kann sich sehen lassen: "Im Wirtschaftsingenieurwesen und im Maschinenbau beginnt man mit rund 46 000 Euro pro Jahr, das ist noch besser als in der Medizin." Als Tipp gaben die Jungakademikerinnen mit auf den Weg, einfach mehrmals in verschiedene Betriebe reinzuschnuppern und sich in mehrere Richtungen zu informieren: "Stärken erkennen, Interessen verfolgen, Erfahrungen sammeln, Entscheidungen treffen und Netzwerke aufbauen", dabei will die Baden-Württemberg-Stiftung mit "Coaching4Future" helfen.

Info Plattform für MINT-Interessierte: www.coaching4future.de


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Autor: MARIA BLOCHING | 20.05.2011

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