Gemeinsamkeit statt Konkurrenz beschert viele Vorteile
Indelhausen. Zum ersten Mal präsentierten sich die Wirte im Lautertal als "Lauter-Genuss"-Gemeinschaft und ernteten gleich großen Erfolg. Der Hock in der alten Getreidemühle Indelhausen war am Dienstag bestens besucht.
Nicht nur dem Gaumen wurde bei diesem genussvollen Hock dank der kulinarischen Vielfalt einiges geboten, auch das Wohlfühlgefühl kam aufgrund der einzigartigen Atmosphäre der ehemaligen Getreidemühle voll auf seine Kosten. Drei Wochen lang wurde in den alten Räumen aufgeräumt und geputzt, fehlende Fenster neu eingesetzt und eine Holzdecke eingezogen, damit nicht nur im Eingangsbereich, sondern auch im oberen Stockwerk der Mühle den Genuss-Hock-Gästen eine Möglichkeit geboten werden konnte, gemütlich zusammenzusitzen.
Und dies fand großen Anklang. Dicht gedrängt genossen die Besucher bereits am Dienstagnachmittag wie auch am Abend Alblinsen, Spätzle und Saiten, Wildschweingulasch, Ehestetter Champignons, in Albwacholder geräucherte Forellenfilets, Lammfleischküchle mit Kartoffelgratin, Schweinebraten sowie Kaffee und Kuchen. Die zum "Lauter-Genuss" neu zusammengeschlossenen acht Lautertal-Wirte hatten alle Hände voll zu tun, um ihre Gäste zu verwöhnen und laufend frischen Nachschub heranzuschaffen. Allesamt zeigten sie sich überwältigt von der großen Resonanz, die ihnen von den vielen Besuchern zuteil wurde: "Wir können sowohl Einheimische als auch Touristen und Stammgäste unserer Gasthäuser gleichermaßen begrüßen. Das ist wirklich toll und hätte von uns keiner in diesem Ausmaß erwartet", freute sich Wittstaig-Wirt Hermann König.
Regelmäßig treffen sich die Wirte des Lautertals zum Wirte-Stammtisch und so ist auch im November die Idee entstanden, diese Region gemeinsam mit den Spezialitäten eines jeden Hauses zu präsentieren: "Weg vom jahrzehntelang anhaltenden Wettbewerbsgedanken eines Einzelnen und hin zu einem Zusammenschluss, der die ganze Genusspalette bieten kann", beschrieb Franz Kloker vom Hirsch in Indelhausen den Grundgedanken von "Lauter-Genuss". Schnörkellos und authentisch, bodenständig und lecker - so schmeckt die Region, so konnte sie dann auch bei der ersten Präsentation in der alten Getreidemühle auf vielfältige Weise genossen werden. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit und selbst kühlere Temperaturen schreckten die Besucher nicht davon ab, gemütlich im Freien zu sitzen und einfach zu genießen. Besonders am Abend zum zünftigen Anstich des saisonalen "Herbstgold" der Berg-Brauerei Zimmermann herrschte reges Treiben und so war das erste Holzfass mit Freibier für die Gäste schnell vergriffen. Zwölf kräftige Schläge brauchte Hayingens Bürgermeister Robert Riehle, um dieses "Herbstgold" zunächst zum Spritzen und dann zum Fließen zu bringen. Er bezeichnete diesen Zusammenschluss der Lautertal-Wirte als "eine tolle Idee", der Name "Lauter-Genuss" sei aussagekräftig und diese gelungene Veranstaltung gebe Hoffnung auf Fortsetzung. Brauereichef Ulli Zimmermann von der Berg-Brauerei hat sich dieser Gemeinschaft gerne angeschlossen: "Sie kann zeigen, wie schmackhaft und wirtschaftlich richtig regionale Produkte sind. Ich sehe darin ein funktionierendes Netzwerk, eine win-win-Situation, von der viele profitieren können", zeigte er sich überzeugt.
Dass die Idee auch touristisch Anklang findet, machte die Anwesenheit von Wolfgang Schütz von der Fremdenverkehrsgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb und von Münsingens Bürgermeister Mike Münzing, der seine Amtsleitertagung mit allen Teilnehmern hier ausklingen ließ, deutlich. Musikalisch umrahmt wurde dieser besondere Tag von der kleinen Besetzung des Musikvereins Dächingen.
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Autor: MARIA BLOCHING | 02.09.2010
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Erstmals präsentierten sich die Lautertal-Wirte in der alten Mühle Indelhausen als "Lauter-Genuss"-Gemeinschaft. Foto: blo
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