Erweiterung wird beschlossen

Engstingen.  Der Gewerbepark Haid wird wegen vorliegenden Bedarfs an großflächigen Betriebsgrundstücken erweitert. In seiner Sitzung beschloss der Zweckverband Engstingen-Haid die Bebauungsplanänderung.

Um rund 14 Hektar wird der Gewerbepark erweitert. Dies ist zum einen der aktuellen betrieblichen Entwicklung geschuldet, zum anderen aber auch der Tatsache, dass rund neun Hektar aufgrund der früheren militärischen Nutzung im Gewerbepark nicht zur Verfügung stehen. Im nächsten Jahr will BIGA Energie ihr Unternehmen um ein Gassilo mit Kuppe und einer Höhe von 23 Metern erweitern, wofür rund fünf Hektar benötigt werden. Die Änderung des Bebauungsplans stand also aus aktuellem Grund auf der Tagesordnung.

"Diese Erweiterung wird nicht ohne Wellen durch die Ränge geistern. Uns ist bewusst, dass die Regionalplanung und das Regierungspräsidium noch Einwände einbringen werden. Trotzdem müssen wir dies nun endlich auf den Weg bringen", machte Verbandsvorsitzender Klaus-Peter Kleiner klar. Aus wirtschaftlichen Gründen kann eine Fläche von etwa neun Hektar nicht von Kampfmitteln befreit werden. Deshalb wird der Bund diese vom Zweckverband zurückkaufen und als Grünflächen bestehen lassen.

Es handelt sich also bei der Inanspruchnahme der Flächen nördlich des Zweckverbandsgebietes - die derzeit noch im Eigentum der Gemeinde Engstingen stehen - nicht nur um eine Erweiterung im Sinne zusätzlicher Nutzung von gewerblichen Flächen, sondern auch um den Ersatz für die entzogenen Flächen.

Nach Diskussion wurde der Hinweis gestrichen, wonach das gesamte Planungsgebiet aufgrund seiner früheren militärischen Nutzung als kontaminiert gilt. "Das setzt sonst ja voraus, dass immer zuerst komplett geräumt werden muss", gab Trochtelfingens Bürgermeister Friedrich Bisinger zu bedenken.

Und auch Kleiner meinte, dass wohl nur noch eine geringe Kontaminierung vorliege, da das komplette Gebiet magnetisch ausgemessen wurde und lediglich noch Fundamente ehemaliger Flaktürme in gewisser Bodentiefe vorhanden seien. "Von Munitionsresten ist hier nicht mehr auszugehen", so Kleiner.


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Autor: MARIA BLOCHING | 04.02.2012

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