Der große Schock kommt nach der Anzahlung
Mariaberg. Bei der Hauptversammlung der Werkfeuerwehr Mariaberg standen Neuwahlen an. Magdalena Störkle-Sauer kandidierte erneut für das Amt der Kommandantin und wurde einstimmig wiedergewählt.
"Ich freue mich auf die nächsten fünf Jahre und danke Euch allen für Eure treue und tatkräftige Unterstützung", so Magdalena Störkle-Sauer nach der Wahl. Thomas Pfeil und Günter Friz wurden zu ihren Stellvertretern gewählt.
"Ich danke Frau Störkle-Sauer und allen Feuerwehrmitgliedern für ihr ehrenamtliches, bürgerschaftliches Engagement, um Menschenleben zu retten und Gefahren abzuwehren", betonte Vorstandssprecher Thilo Rentschler in seiner Begrüßung. Neben den Neuwahlen standen noch der Rückblick auf die Einsätze und besondere Ehrungen auf dem Programm.
Kommandantin Magdalena Störkle-Sauer erklärte, es habe im vergangenen Jahr 41 Einsätze gegeben. Davon handelte es sich 15 Mal um Brandmeldealarme. Bei elf Einsätzen dieser Art wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Gammertingen zur Unterstützung mit alarmiert. "Wir haben hier in Mariaberg insgesamt 3000 Brandmelder", so die Kommandantin. Die Zahl der Fehlalarme ist also verhältnismäßig gering gewesen.
"Die Quote liegt für dieses Jahr bei 0,5 Prozent", analysierte Rainer Wenke, Kommandant der Werkfeuerwehr Robert Bosch GmbH, die seit über fünf Jahren eine Patenschaft mit Mariaberg verbindet, "das ist doch ein mehr als erfreuliches Ergebnis." Ein anderes Ergebnis, das weniger erfreulich war, drehte sich um die Pläne zur Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs. Das alte Fahrzeug der Mariaberger Werkfeuerwehr ist knapp 30 Jahre alt. Deswegen wurde im letzten Jahr ein großer Spendenaufruf gestartet. Dank zahlreicher Unter-stützer sollte das neue Löschfahrzeug jetzt im ersten Quartal 2012 angeschafft werden. "Wir hatten uns nach der Ausschreibung für ein Fahrzeug der Firma Ziegler entschieden", erklärte Vorstandssprecher Thilo Rentschler, "Mariaberg leistete eine Anzahlung und dann kam der große Schock." Die Firma Ziegler meldete Insolvenz an. Der Insolvenzverwalter erklärte gegenüber Mariaberg, dass nur noch ca. 50 Prozent der geleisteten Anzahlung erstattet werden könne. "Das ist mehr als ärgerlich, aber wir haben jetzt das Fahrzeug erneut ausgeschrieben", so Magdalena Störkle-Sauer.
In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Holger Jerg, dass im Haushalt der Stadt Gammertingen für 2013 ein Zuschuss in Höhe von 28 000 Euro für die Anschaffung des Fahrzeugs vorgesehen sei. Denn für die Stadt sei es enorm wichtig, dass die Werkfeuerwehr Mariaberg sie immer wieder tatkräftig bei ihrer Arbeit unterstütze. "Wir sind inzwischen eine gute Einheit, der eine kann gar nicht mehr ohne den anderen", erklärte Jerg diese Entscheidung.
Zum Schluss standen noch zwei besondere Ehrungen auf der Tages-ordnung. Die Kommandantin der Werkfeuerwehr Mariaberg wurde zur Oberbrandmeisterin befördert. Vorstandssprecher Thilo Rentschler überreichte ihr Abzeichen und Urkunde und gratulierte im Namen Mariabergs. Rainer Wenke hatte noch eine besondere Überraschung parat. "Ich überreiche Magdalena Störkle-Sauer die bronzene Ehrennadel der Arbeitsgemeinschaft der Werkfeuerwehren Baden-Württemberg für ihre herausragenden Leistungen beim betrieblichen Brandschutz", erklärte der Kommandant der Werkfeuerwehr Robert Bosch GmbH bei der Übergabe der Ehren-nadel und der dazugehörigen Urkunde. Diese Auszeichnung ist ganz neu. Magdalena Störkle-Sauer ist die erste Person, der die Ehrenna-del verliehen wurde.
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Autor: SWP | 09.02.2012
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Magdalena Störkle-Sauer bleibt Kommandantin der Mariaberger Werkfeuerwehr.
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