Das Internet ist Fluch und Segen

Um den verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien ging es am "Safer Internet Day 2011" in der Freibühlschule. Experten gaben zahlreiche Tipps, um Eltern und Jugendliche zu sensibilisieren.

SWP |

"Das Internet kann Fluch und Segen zugleich sein, deswegen ist es so wichtig, dass wir als Eltern, unseren Kindern von Anfang an Medienkompetenz vermitteln", appellierte Schulsozialarbeiter Cord Dette in seinem Vortrag zum Thema "Sicherheit im Internet". Interessierte Eltern bekamen von ihm in der Freibühlschule am "Safer Internet Day 2011" viele Tipps zum altersgerechten Umgang mit dem vielseitigen Medium. Um den Zuhörern zu zeigen, wie verantwortungsbewusster Umgang mit Computer-Spielen aussehen kann, hatten Manuela Ludwig, Jugendbeauftragte der Stadt und Cord Dette die zwei Jugendlichen Maurice Strautmann und Attila Vekony eingeladen, die gut vertraut mit dieser Thematik sind. Sie betreuen das Internetcafé im Jugendbüro Gammertingen und organisieren die LAN-Partys, die dort regelmäßig in den Schulferien statt finden.

Die jungen Erwachsenen versuchten in ihrer Präsentation zum Thema "Faszination (Online)-Computerspiele" den anwesenden Eltern ihre große Begeisterung für die bunte Welt der PC-Spiele näher zu bringen. Während ihres Vortrags zeigten die beiden Experten auch Ausschnitte aus fünf "Ego-Shootern", das sind Spiele, die man aus der Ich-Perspektive spielt, wie zum Beispiel dem umstrittenen "Counter Strike" und dem Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel "World of Warcraft". Fachinformatiker Attila Vekony betonte, dass die Faszination bei einem Ego-Shooter wie Counter Strike vor allem dadurch zu erklären sei, dass man nur im Team agieren könne, um erfolgreich zu sein und sich eine ausgefeilte Taktik einfallen lassen müsse. Bei dem Rollenspiel "World of Warcraft" hingegen erzeugt der Spieler einen ganz eigenen Charakter. Das Besondere ist: Man spielt es über das Internet und man trifft in der virtuellen Fantasy-Welt auf andere Spieler, die zeitgleich in das Rollenspiel eintauchen können. Schulsozialarbeiter Cord Dette betonte: "Spiele, die nicht altersgerecht sind, sollen natürlich verboten werden. Zudem müsste man den Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit diesen Spielen vermitteln."

Dazu gehören klare Vorgaben, wie viel Freizeit sie täglich mit diesem Spiel verbringen dürfen, und dass auch auf die Einhaltung dieser Regeln geachtet wird." Die Eltern tragen aber nicht allein die Verantwortung für einen altersgerechten Umgang ihrer Kinder mit dem World Wide Web", erklärte Manuela Ludwig, "Medienkompetenz-Vermittlung sollte am besten immer in Kooperation mit den Schulen laufen."

Deswegen veranstalteten die Jugendbeauftragte der Stadt und Cord Dette am gleichen Tag auch noch einen altersgerechten Projekttag für die Schüler der H7 der Freibühlschule. Die zwölf Schüler erarbeiteten vormittags Plakate auf denen insbesondere die Gefahren, die das Internet mit sich bringt, sowie die Möglichkeiten darauf zu reagieren und sich zu schützen, veranschaulicht wurden. Manuela Ludwig und der Schulsozialarbeiter standen ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Zu den Themen, die in den fünf Gruppen behandelt wurden, gehörten Soziale Netzwerke, Abzock-Programme, Gewalt-Spiele, Chatrooms sowie Urheber- und Persönlichkeitsrecht.

Sarah (12) und Jasmin (14) erarbeiteten welche Gefahren das Thema "Chatten" mit sich bringt. "Man sollte niemals fremden Personen in Chatrooms Telefonnummern oder Adressen preisgeben", erklärte Sarah bei der Abschlusspräsentation vor der Klasse. "Auch wenn man sich mit jemandem treffen möchte, den man im Chatroom kennengelernt hat und eigentlich ein gutes Gefühl dabei hat: Bitte immer mindestens eine Begleitperson mitnehmen", riet der Schulsozialarbeiter. eb

Info In Gammertingen wird ein ähnlicher Vortrag für Eltern und interessierte Erwachsene am heutigen Dienstag, 15. Februar, um 20 Uhr im Jugendbüro, Sigmaringer Straße 24 (im Gewerbepark) stattfinden.

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