Ein Liberaler möchte ins Rathaus

"Frischer Wind im Rathaus, Förderung des Bürgerengagements, bewahren, was geschaffen wurde und Mut für neue Ideen" - so beschreibt Florian Bauer die Beweggründe für seine eingereichte Kandidatur.

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Der gebürtige Metzinger Florian Bauer (40) machte in Stuttgart eine Lehre zum Bankkaufmann nach drei Semestern Betriebswirtschaftslehre („viel zu theoretisch für mich“) an der Universität Tübingen.

Dass er dieses Jahr auf Anhieb in den St. Johanner Gemeinderat gewählt und einer der stellvertretenden Bürgermeister wurde, bezeichnet er als eines der wichtigsten Ereignisse seines Lebens, „denn als Gemeinderat wurde mir klar, meine berufliche Zukunft liegt in der Kommunalpolitik und zwar in unserem Rathaus.“ Deswegen hat er gestern seine Bewerbungsunterlagen für die Wahl zum Bürgermeister am 25. Januar abgegeben.

Seine Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte Bauer bei der Genossenschaftlichen Zentralbank der württembergischen Volks- und Raiffeisenbanken. Für ihn sei das ein ausgesprochener Glücksfall, denn hier habe er viel gelernt über die Besonderheiten ländlicher Unternehmen und Banken. Und vor allem über den Wert genossenschaftlicher Solidarität, „nach meiner Überzeugung ein Leitgedanke auch für eine bürgernahe Kommunalpolitik“.

Beruflich befindet sich Bürgermeisterkandidat Bauer seit vielen Jahren im politischen Umfeld. Zuerst in Berlin als Büroleiter mehrerer Bundestagsabgeordneter der FDP und seit 2012 in deren baden-württembergischen Geschäftsstelle als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit: „Menschen zum Mitmachen zu bewegen, sich für eine Sache einzusetzen, an einem Strang zu ziehen, gehört für mich zu den schönsten Aufgaben überhaupt.“

Privat sei er ein ausgesprochener Familienmensch, bis heute eng verbunden mit den Eltern und Schwestern in Metzingen. Verheiratet ist er mit Dirk Harich, Konrektor an der Münsinger Karl-Georg Haldenwang-Schule. 2010 erwarben sie ein Haus in Würtingen, „wo wir uns so wohl fühlen, wie wir es uns nur wünschen können“.

Ehrenamtliches Engagement nennt Florian Bauer nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag für ein lebendiges Gemeinwesen, er bringt sich auch selber ein: Am Verwaltungsgericht Sigmaringen als ehrenamtlicher Richter, im Kreistag Reutlingen als beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss, und in der Skizunft St. Johann ist er Mitglied im Vorstand „und natürlich Abfahrts- und Langläufer“.

Welche Vorstellungen er zu St. Johanns Kommunalpolitik hat, darüber wird er ab Januar mit seinen Mitbürgern reden, „bei Hausbesuchen und auf der Straße und vor allem natürlich bei meinen Bürgergesprächen“. Was dem heimischen Bürgermeisterkandidaten Florian Bauer besonders am Herzen liegt, nennt er aber schon jetzt: „Ein faires Miteinander der Ortsteile als Grundlage für eine starke Gesamtgemeinde.“ Und die nach seiner Überzeugung größte Herausforderung: „Den Rückgang der Einwohnerzahlen müssen wir unter allen Umständen stoppen. Nur so erreichen wir gesunde Finanzen, und nur so können wir erhalten, was geschaffen wurde – Kindergärten und Schulen, Gaststätten und Geschäfte.“

Am wichtigsten aber, meint Bauer, seien die St. Johanner selbst: „Wohin soll sich unsere Gemeinde in den nächsten zehn, 15 Jahren entwickeln? Wie schaffen wir’s, Tradition und Fortschritt unter einen Hut zu bringen? Diese Fragen können wir nur gemeinsam beantworten, im lebendigen Miteinander von Verwaltung, Gemeinderat und der ganzen Bürgerschaft.“

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