Die Wehr wird geschätzt

Grafenberg.  Insgesamt vier Ehrungen, fünf Beförderungen und eine Wahl, das waren neben den Jahresberichten die wichtigsten Punkte der 126. Hauptversammlung, zu der die Freiwillige Feuerwehr eingeladen hatte.

In seinem Jahresbericht konnte Kommandant Stefan Kleemann auf das allgemeine Zeitgeschehen ebenso eingehen wie auf das 125-jährige Jubiläum der Grafenberger Wehr im vergangenen Jahr. Insgesamt mussten 18 Einsätze abgearbeitet werden. Auch im Bereich Aus- und Weiterbildung war man im vergangenen Jahr sehr aktiv. Neben den 27 Schulungsübungen besuchten neun Angehörige Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene. Sechs machten einen Motorsägenlehrgang und elf waren zur Praxisausbildung im Brandcontainer der EnBW.

In der Grafenberger Wehr verrichten derzeit 44 aktive in der Einsatzabteilung ihren Dienst. Die Altersabteilung hat 16 Angehörige und in der Jugendfeuerwehr sind 13 Jungs und Mädchen aktiv.

Die folgenden Berichte des Schriftführers Ralf Wurster, des Jugendwartes Steffen Imhof, des stellvertretenden Leiters der Altersabteilung Albert Früh, der den Bericht des verhinderten Leiters der Abteilung Manfred Wurster vortrug und des Kassierers Ralf Wurster zeichneten nochmals ein lebendiges Feuerwehrjahr nach. Immer wieder tauchten in allen Berichten die beiden Jubiläen zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr und 20-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr auf.

Bevor Bürgermeister Dembek die Entlastungen vornahm richtete er einige Grußworte an die Versammlung. Höhepunkt aus seiner Sicht sei das 125-jährige Jubiläum, das gezeigt habe, dass die Feuerwehr im Ort sehr geschätzt sei. Der Ausbildungsstand, die Ausrüstung und die Kameradschaft seien sehr gut. Beeindruckend sei für ihn die Blutspendenaktion mit Stammzellentypisierung gewesen, die dazu beigetragen habe, Menschenleben zu retten. Die Zusammenarbeit im Kooperationsraum mit Bempflingen, Großbettlingen und Riederich sei vom Kommandanten angesprochen worden, er finde dies eine hervorragende Sache. Den Blick in die Zukunft gerichtet müsse man sich so langsam über die Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges Gedanken machen. Hier sei man allerdings auf die Hilfe des Landkreises, des Kreisbrandmeisters und des Landes angewiesen.

Bei den anschließenden Ehrungen konnten Alexander Ege für zehn Jahre und Gunther Kleemann für 20 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt werden. Die Ehrungen für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst nahm der Metzinger Kommandant Hartmut Holder in seiner Eigenschaft als stellvertretender Kreisbrandmeister vor. Er freute sich ganz besonders, seine erste Ehrung als stellvertretender Kreisbrandmeister in Grafenberg durchführen zu dürfen, seien doch die letzten 25 Jahre auch ganz eng mit seiner Laufbahn verbunden. Kurz zeigte Hartmut Holder auf, was alles im Jahre 1987, als die beiden zu Ehrenden zur Feuerwehr kamen passierte, bevor er Stefan Kleemann und Jochen Frey mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber des Landes Baden-Württemberg auszeichnete. Gemäß der Dienstgradabzeichenregelung wurde Carolin Bader zur Feuerwehrfrau und Carina Bauer zur Oberfeuerwehrfrau befördert. Nach erfolgreich absolviertem Zugführerlehrgang dürfen sich Marco Hellmig und Steffen Imhof nun Brandmeister nennen. Kommandant Stefan Kleemann wurde nach erfolgreichem Kommandantenlehrgang zum Oberbrandmeister befördert.

Die Altersabteilung hatte ihre Führung bereits Anfang Januar in einer Abteilungsversammlung gewählt. Der Kommandant freute sich bekannt geben zu dürfen, dass Manfred Wurster weitere fünf Jahre Leiter der Abteilung ist. Auch sein Stellvertreter Albert Früh wurde in seinem Amt auf die gleiche Wahlzeit bestätigt.

Die Reihe der Grußworte eröffnete H. Falk von der Polizei Metzingen. 2011 sei aus Sicht der Polizei nichts Herausragendes passiert. Frank Schaich vom DRK Großbettlingen/Grafenberg blickte auf die sehr erfolgreiche erste Blutspendenaktion mit Stammzellentypisierung in Grafenberg zurück. Die Aktion sei in dieser Form auch dank der zahlreichen Spenden wohl einmalig gewesen. Grafenbergs evangelischer Pfarrer Jörg Hahn bedankte sich zunächst für die Einladung. Er sei sehr gerne gekommen. Schon immer sei er ein Freund der Feuerwehr gewesen. Bei einem Praktikum bei der Feuerwehr Reutlingen habe er die Arbeit kennen gelernt und sei seither sehr beeindruckt. Immer wenn die Feuerwehr in Grafenberg zu hören ist sei er mit seinem Herzen bei den Einsatzkräften und bete dafür, dass alle wieder gesund nach Hause kommen. Für alle Aufgaben wünsche er der Wehr Gottes Segen und bot seine Hilfe an, wenn sie benötigt wird.


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Autor: SWP | 04.02.2012

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