Bergmann fordert Hilfen für Missbrauchsopfer

Berlin.  Missbrauchsopfer sind auf Hilfe angewiesen, auch wenn sexuelle Übergriffe bereits Jahre zurückliegen. Das ist eine zentrale Aussage im Abschlussbericht der Beauftragten zur Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch, Christine Bergmann.

Für Therapiekosten von Betroffenen, die in Institutionen missbraucht wurden, solle die Einrichtung aufkommen. Auch sollen Institutionen Opfern einmalig eine Anerkennungssumme für das Leid zahlen, die sich an einem gerichtlich erzielbarem Schmerzensgeld zum Zeitpunkt des Missbrauchs orientiert. Die Therapiekosten für in der Familie missbrauchte Kinder soll Bergmann zufolge der Bund übernehmen. Ob es für diese Kinder eine einmalige Entschädigungszahlung geben wird, ist offen.

Bergmann forderte zudem eine Anhebung der Verjährungsfristen für Schadensersatzansprüche auf 30 Jahre, gerechnet ab dem 21. Lebensjahr. Ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung ist weniger weitreichend.

Bergmanns Empfehlungen werden auch am Runden Tisch Kindesmissbrauch diskutiert werden, der bis Ende des Jahres seinen Abschlussbericht vorlegen wird. Danach muss die Bundesregierung entscheiden, wie die Empfehlungen umgesetzt werden sollen. dapd/kna


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Autor: SWP | 25.05.2011

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