Wegen Rutscher das Podium verfehlt bei Mountainbike-DM in Salzdetfurth

Mountainbike Katleen Bock vom TSV Dettingen verpasst DM-Medaille in Bad Salzdetfurth nur knapp. Bronze für Alexa Fuchs aus Zainingen bei der U15. Nina Küderle vom TSV Böhringen wird Sechste.

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Katleen Bock (Zweite von links, Startnummer 6)  verpasste bei den Deutschen Mountainbike-Meisterschaften in Bad Salzdetfurth einen Coup knapp.  Im Eliminator Sprint wurde sie Vierte.  Foto: 

Beinahe hätte Katleen Bock vom TSV Dettingen bei den Deutschen Mountainbike-Meisterschaften in Bad Salzdetfurth (Niedersachsen) einen echten Coup gelandet. Im Eliminator Sprint verpasste sie als Vierte nur ganz knapp Edelmetall. Die Zainingerin Alexa Fuchs holte in der U15 Bronze.

Im Sprint konkurrieren Juniorinnen wie die Hülbenerin mit Elite-Fahrerinnen und so war schon der Final-Einzug von Katleen Bock eine Überraschung. Auf den jeweils zwei Runden der fast flachen Strecke mit einer Fahrzeit von gut zwei Minuten zeigte Bock eine mutige Vorstellung und warf im Halbfinale Mitfavoritin Majlen Müller (Wuppertal) aus dem Rennen.

Im Finale der besten Vier erwischte sie einen prächtigen Start und ging mit hoher Trittfrequenz an erster Position in Kurve eins. Katleen Bock verteidigte ihre Führung auf der ersten Runde. Allerdings hatte sie einen kleinen Hinterrad-Rutscher zu verzeichnen, der sie die paar Meter vor der späteren Meisterin Clara Bluhm (Waldaschaff) kostete. Bluhm, auch eine Juniorin, saugte sich auf der langen Geraden in die zweite Runde hinein an und ging vorbei. Und auch gegen Lena Putz (Hutthurm) und Susann Frey aus Waldbronn konnte Bock nicht mehr Paroli bieten.

Weitaus weniger gut lief es am Sonntag beim Cross-Country-Rennen der Juniorinnen für die Ermstälerin. Schon in Runde eins verbog es bei ihr die Kette, so dass sie nach der Reparatur dem Feld nur noch hinterherfahren konnte und mit einer Runde Rückstand Zehnte wurde. „Aber die Beine waren nach dem Sprint auch nicht gut“, konstatierte sie.

Besser waren sie bei Nina Küderle vom TSV Böhringen. Als Sechste, 10:51 Minuten hinter der Siegerin Franziska Koch (Mettmann) war sie zufrieden. „Unter diesen Umständen“, wie sie sagte. Das bezog sich auf die Krankheit, die in der Woche vor der DM Training verhindert hatte. „An der Luft hat es schon gefehlt“, so Küderle.

In der männlichen U19 konnte Luca Girke vom TSV Dettingen wegen eines Infekts nicht starten und die beiden Mehrstetter Raphael Lange und Alexander Dietrich konnten das Rennen nicht beenden.

Edelmetall nahm die Zainingerin Alexa Fuchs aus Niedersachsen mit auf die Alb. So hundert Prozent zufrieden wirkte sie nach dem Wettkampf der U15-Schülerinnen damit nicht, was wohl vor allem mit einem Fehler zu tun hatte, den sie in der Anfangsphase des Rennens in einer Abfahrt beging. So musste sie Ellen Noelle Sansonnens aus Warmbronn ziehen lassen.

„Aber Bronze ist auch nicht schlecht“, meinte Fuchs, die zehn Sekunden vor Antonia Weeger (Laichingen) ins Ziel kam. Auf Kaya Pfau aus Laichingen (25:27), die im Winter für die SZ Römerstein auf Langlauf-Skiern unterwegs ist, hatte Alexa Fuchs 1:32 Minuten Rückstand, auf Sansonnens schließlich 39 Sekunden.

Laura Küderle (TSV Böhringen) hielt sich in der weiblichen U17 am Samstag ganz gut und landete auf Platz sieben, 4:04 Minuten hinter Siegerin Franka Durst (Albstadt, 40:07). Simone Roßberg vom TSV Dettingen/Erms konnte das Rennen nicht beenden.

Tim Hufnagel, der für den TSV Dettingen fährt, rollte an siebter Stelle über die Ziellinie, 3:36 Minuten nachdem sich der Untermünkheimer Noah Neff (47:35) als Sieger feiern ließ.

In der U15 gab es für Jakob Stanger vom TSV Dettingen/Erms Platz 14 zu vermelden. Nicht erfreulich, wie Stanger selber fand. „Ich bin nicht gut klar gekommen“, bekannte er nach dem Rennen auf matschigen Untergrund. 4:23 Minuten Rückstand auf Sieger Benjamin Krüger vom TSV Niederstaufen (37:03) wurden gemessen.

Beeindruckter Wittlinger

Der Wittlinger Tim Ruge beendete seine erste DM auf Rang 20 (+5:49), beeindruckt vom Erlebnis Deutsche Meisterschaft, bei der insgesamt 14 Meister-Titel vergeben wurden.

Vereinskamerad Marvin Sonntag kam als 27. (+6:57) ins Ziel.

Im Elite-Rennen gaben die Metzinger Steffen Greger und Jochen Coconcelli vom Radwerk Racing Team mal wieder ihre Visitenkarte ab. Mit den vorderen Rängen hatten sie allerdings nichts zu tun. Greger wurde mit vier Runden Rückstand 32., Coconcelli mit fünf Runden Rückstand auf Sieger Manuel Fumic (Kirchheim/Teck) 38.

In der U23 hatte Teamkollege Tim Streckenbach einen 41. Platz mit drei Runden Rückstand auf den Freiburger Max Brandl zu notieren.

Katleen Bock vom TSV Dettingen glaubte bei den Deutschen Mountainbike-Meisterschaften in Bad Salzdetfurth zu wissen, warum ihr Bronze entglitt und am Ende kein Edelmetall an ihrem Hals baumelte: „Mir war schon klar, dass ich auf der zweiten Runde mit der Zeit meine Probleme bekommen würde“, meinte sie rückblickend. Vielleicht war der Rutscher Schlüssel zu Platz drei, doch Katleen Bock wollte nicht hadern. „Ich bin trotzdem super happy über meine Leistung“, konstatierte sie.

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