Verfolgerduell in Sachsen

"Wir holen alles raus, was noch im Akku drin ist", verspricht TVN-Trainer Markus Gaugisch zum Auftakt der zweiten englischen Woche. Heute muss sein Team beim SC DHfK Leipzig antreten.

|

Zwei Tage nachdem seine Mannschaft gegen den VfL Bad Schwartau strauchelte und erstmals in dieser Runde zu Hause eine Niederlage wegstecken musste, klingt "Gaugi" schon wieder zuversichtlich. Wieso auch nicht? Den Großteil im bisherigen Saisonverlauf haben die Neuhäuser schließlich richtig gemacht. Auch wenn sie jetzt die Aufstiegsränge verlassen haben, auf Rang vier gerutscht sind. Selbst am Samstag, als sie gegen einen unermüdlich kämpfenden VfL Bad Schwartau knapp den Kürzeren zog, lief es bei Gaugischs Truppe noch gut.

Zum Verhängnis wurde ihr erst, dass sie sich Mitte des zweiten Durchgangs in eine Serie von eigenen Fehlern verhedderte. Da fehlte mit den vorangegangenen beiden Spielen in den Knochen die Power für den rettenden Befreiungsschlag. Die Enttäuschung saß bei den TVN-Akteuren tief. Am Montag wurde das Spiel abgehakt, der Blick wieder nach vorne gerichtet.

Denn es geht in dieser Woche mit der gleichen Schlagzahl weiter: Heute gibt der TV Neuhausen seine Visitenkarte beim punktgleich (29:17) auf dem fünften Platz lauernden Liga-Neuling SC DHfK Leipzig ab. Die Aufgaben werden also beileibe nicht einfacher für das Team vom Hofbühl. "Leipzig ist kein Aufsteiger im üblichen Sinne. Das ist eine gestandene Mannschaft, in der Zweitligaerfahrung und jede Menge Potential steckt", ist Markus Gaugisch über das bisherige Abschneiden der Grün-Weißen in dieser Saison nicht wirklich überrascht. Zumal man in Neuhausen mit den Sachsen im Hinspiel ja ganz eigene Erfahrungen gemacht hat (28:28).

Auf jene Partie und die Eigenheiten im Leipziger Spiel musste Markus Gaugisch deshalb in der Kürze der Zeit, die zur Vorbereitung jetzt blieb, nicht groß eingehen. Sie ist noch gegenwärtig. Eingestimmt hat der Trainer seine Jungs aber auf die Stimmung, die sie in der Ernst-Grube-Universitätssporthalle erwarten wird. Der altehrwürdige Bau ist bekannt für seine eigene Atmosphäre. Aber: "Zu diesem Spitzenspiel ist die Halle rappelvoll und wird kochen", rechnet er mit einer ganz besonderen Kulisse.

Zumal die Leipziger auf der Erfolgswelle schwimmen. Zuletzt konnten sie ihre Serie mit einem 27:24-Sieg beim ASV Hamm-Westfalen fortschreiben. Die letzte Niederlage der Mannen um den 133-fachen Leipziger Torjäger Rene Boese datiert vom 5. Februar. Beigebracht hat sie ihnen der HC Erlangen mit einem knappen 26:27. Ebenso knapp fiel der Sieg des TV Bittenfeld in Leipzig mit 32:31 aus. Exakt anders herum lief es für die Leipziger gegen den VfL Bad Schwartau (32:31). Dagegen trumpfte Klassenprimus GWD Minden beim Gastspiel in Sachsen per 41:31 mächtig auf.

Unterm Strich bringt es der SC DHfK zu Hause derzeit auf 16:8 Punkte, was in der Heimtabelle Rang acht bedeutet. Die Neuhäuser ihrerseits haben auswärts ein ausgeglichenes Punktekonto (12:12) und sind damit Fünfter. Die Zahlen sorgen einerseits für Brisanz. Andererseits ist es aber auch der Leipziger Regisseur Philipp Seitle, der die Aufmerksamkeit ganz besonders auf sich zieht. Seiner bisherigen Saisonleistung wegen. Klar. Aber auch, weil er mit den Grün-Weißen gegen seine künftige Mannschaft antritt. Der Shooter kommt bekanntlich im Sommer ins Ermstal.

Anders als vergangene Woche in Flensburg muss der TVN fast ohne Fans nach Leipzig. Markus Gaugisch, Aleksandar Stevic und Ferdinand Michalik folgen der Mannschaft, die sich bereits am Dienstagabend auf die Reise macht. In Leipzig und auch am Samstag zu Hause gegen den TV Korschenbroich will der TVN-Express wieder auf die Erfolgsspur zurück, auch wenn noch längst nicht alle Blessuren überstanden sind, Nico Büdels Nasenbeinbruch erst gut eine Woche zurück liegt, der Knöchel von Jeremias Rose immer noch schmerzt, der gebrochene Finger von Ralf Bader noch nicht wieder heil ist und zuletzt Dominik Eisele verletzt nochmals passen musste.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Eine Skulptur aus der Zauberkraft der Kettensäge

Im Arboretum im Florianwald gibt es eine neue Attraktion: Bären im Baumstamm. weiter lesen