US-Boy ganz vorne

Die 31. Auflage des Stuttgarter ADAC-Supercross wurde in der Schleyer-Halle zu einem Spektakel. Lokalmatador Dennis Ullrich wurde Zwölfter der SX1. Drei RMC-Nachwuchshoffnungen überzeugten.

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  • Beim Supercross in der Schleyerhalle wurde den Piloten auf einem tückischen Kurs alles abverlangt. Fotos: Baur 1/2
    Beim Supercross in der Schleyerhalle wurde den Piloten auf einem tückischen Kurs alles abverlangt. Fotos: Baur
  • Der Vorsitzende des RMC Reutlingen, Michael Saur, war Chef im Ring beim Supercross. Der Rennleiter konnte zufrieden auf die Veranstaltung zurückblicken. 2/2
    Der Vorsitzende des RMC Reutlingen, Michael Saur, war Chef im Ring beim Supercross. Der Rennleiter konnte zufrieden auf die Veranstaltung zurückblicken.
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Aus rund 2000 Kubikmeter speckiger Fildererde war ein knapp 400 Meter langer Parcours modelliert worden, der es in sich hatte. Damit die Spannung auch den Siedepunkt erreicht, war die Strecke unterm Hallendach der mit insgesamt 15 600 Zuschauern gut gefüllten Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle abermals äußerst selektiv gestaltet.

29 Motocross Weltklassepiloten aus Europa und Übersee waren in der Königsklasse SX1 am Start. Darunter gleich sieben Piloten aus Übersee, die das Feld der Topfahrer an beiden Abenden dominieren sollten. Als Lokalmatador ging der in Reutlingen bestens bekannte 20-jährige Dennis Ullrich als einer von nur zwei deutschen Fahrern in die Supercross-Rennen. Auf seiner KTM wollte er ganz vorne mitfahren, doch dazu sollte es nicht kommen. Als Vorjahresdritter hatte er nach einer Rippenverletzung und einer damit verbundenen Zwangspause von drei Wochen noch Anlaufschwierigkeiten.

Die US-Boys dominierten am Freitagabend das "Rennen der Asse". Honda-Pilot Jake Canada siegte vor seinen Landsmännern Teddy Maier und Kyb Chisholm. Vorjahres-Gesamtsieger Florent Richier (Frankreich) musste sich mit Rang vier begnügen. Dennis Ullrich, aktueller Internationaler Deutscher Motocross-Meister, war nach jeweils sechsten Plätzen aus Vorlauf und Halbfinale ins Last-Chance-Rennen gekommen, welches er gewann. Im Finale musste er sich nach 15 gefahrenen Runden mit Platz zehn zufrieden geben. Und auch der Samstagabend, die "Nacht der Revanche", in welcher der gebürtige Ulmer im Hoffnungslauf ausschied, sollte nicht nach seinem Geschmack verlaufen. Erfolgreich dagegen für Suzuki-Pilot Teddy Maier, der am Ende jubelnd über den Zielstrich fuhr. Der schon des öfteren auch bei Reutlinger Motocrossrennen erfolgreiche Tscheche Filip Neugebauer belegte unter den zwölf Finalisten Platz drei. In der Gesamtwertung kürte sich Teddy Maier zum "König von Stuttgart", vor Boris Maillard und Neugebauer. Ullrich wurde Zwölfter.

Als Gesamtsieger der Klasse SX2 mit ihren 30 angetretenen Fahrern aus zehn Nationen durfte sich der Deutsche Dominique Thury auf Kawasaki, vor den beiden Franzosen Sulivan Jaulin und Irsuti Yannis als "Prinz von Stuttgart" feiern lassen.

In der Klasse SX4 war der 1. RMC Reutlingen unter den neun- bis zwölfjährigen Nachwuchshoffnungen mit drei KTM-Piloten vertreten. Eine erfreuliche Tatsache, die abermals deutlich machte, dass sich die beim 1. RMC Reutlingen geleistete Jugendarbeit nach wie vor bestens bewährt. Am Freitagabend fuhr Jannic Munz als Schnellster des Zeittrainings in den Wertungslauf, wurde Zweiter. Gleiches wiederholte sich für den hoffnungsvollen Youngster am zweiten Tag. Seine Vereinskameraden Felix Oßwald und David Schnitzler fuhren am ersten Abend auf die Plätze sieben beziehungsweise neun, am Samstag steigerten sie sich und ließen die Plätze fünf und acht folgen.

Unter den sechs Freestylern, die das Publikum an beiden Tagen ab 23 Uhr mit spektakulären Sprüngen, begleitet von Rockmusik und gewaltigen Feuerstößen begeisterten, war der 1. RMC diesmal durch den Berliner Freestyle-Profi Kai Haase und Johannes Rehfuß aus Meßstetten vertreten. Dennis Garhammer konnte wegen den Folgen eines Hüftbruchs diesmal sein Können nicht zeigen.

Zum vierten Mal in Folge dabei war der Vorsitzende des 1. RMC Reutlingen, Michael Saur, der als Rennleiter des riesigen Stuttgarter Motocross-Spektakels souverän fungierte. "Wir mussten kein Rennen abbrechen. Am Freitag gab es doch einige Verletzungen, der Samstag war diesbezüglich unauffällig", bilanzierte er am Tag danach. Nicht zu vergessen "Mike" Garhammer, der als Technischer Kommissar und Obmann im Vorstartbereich in Doppelfunktion im Einsatz war. Ebenso 25 RMC-Mitglieder, die sich beim Aufbau und während der Rennen als erfahrene Streckenposten ehrenamtlich einbrachten.

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