Überflieger Niwa mit 15:0-Bilanz

Der TTC matec Frickenhausen konnte gestern vor 500 Zuschauern nach 150 Minuten seinen fünften Heimsieg landen, als er im Derby den SV Plüderhausen 3:1 besiegte. Koki Niwa war wieder eine Klasse für sich.

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Sagenhafte 15:0-Bilanz: Publikumsliebling Koki Niwa wurde gefeiert. Foto: Baur

Baden-Württembergs Minister Franz Untersteller (Umwelt) und Reinhold Gall (Innen) schauten zu und sahen einen Koki Niwa, der von einem anderen Stern zu kommen scheint, wieder zwei Einzel gewann. Er möchte bei der WM mit Japan eine Medaille holen, im Einzel auch, wird kämpfen, um einmal Weltmeister zu werden. Im Deutschen Pokal möchte er mit Frickenhausen am 28. und 29. Dezember im Final Eight den Pott holen.

Der TTC hat in der 1. Liga eine gute Ausgangslage, hat jetzt viermal in Folge gewonnen und empfängt in der Rückrunde die Konkurrenten um die Play-Off-Plätze, Fulda, Ochsenhausen und Düsseldorf. Niwa hat einen unglaublichen Lauf: 15:0 Siege, ist als einziger ungeschlagen. Er wird für die Konkurrenz interessant, so hat Ochsenhausen ein sehr lukratives Angebot unterbreitet. Doch man ist in Frickenhausen geduldig, hat in Jian Qiu einen Trainer, auf den Niwa baut.

Im ersten Einzel besiegte Koki Niwa gestern den Südkoreaner Kim Jung Hoon in drei Sätzen 11:9, 11:8 und 11:9, hatte mit den Aufschlägen Probleme, lag im ersten Satz 7:9 zurück, machte vier Punkte in Folge, auch im dritten holte er einen Rückstand souverän auf. Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann lobte ihn: "Er steht da mit einer Ruhe, verzieht keine Miene und bringt dann Weltklassebälle - alleine er ist das Eintrittsgeld wert."

Yang Wang (19) verlor gegen den 38-jährigen China-Franzosen Bai Fengtian mit 10:12. 8:11, 11:8 und 14:16, wobei er im ersten Satz von 5:10 auf 10:10 ausglich, aber verlor. Bai spielt gegen Abwehrspieler gut, Wang brachte weniger Bälle als gewohnt zurück.

Steffen Mengel gewann dann das Schlüsselspiel gegen den 42-jährigen Holländer Trinko Keen in drei Sätzen 12:10, 12:10 und 11:8. Das war der Schlüssel, denn bei Niederlage wäre es eng geworden. Der deutsche Meister hat eine 5:5-Bilanz.

Dann machte Niwa den Sack zu - man revanchierte sich für die 2:3- Hinspiel-Niederlage. Frickenhausen hat nun 14:6 Punkte, ist oben dabei, Niwa führte im ersten Satz immer, im zweiten lag er 9:10 zurück, packte dann Zauberschläge aus. Manager Veith: "Wenn es eng wird, packt er einen aus seiner Kiste aus". Im zweiten lag er 9:10 hinten, holte den Satz, im dritten stand es 8:8, dann gab es noch drei Koki-Punkte - danach Standing Ovations für die sagenhafte 15:0-Bilanz. Präsident Rolf Wohlhaupter Hermann war zufrieden: "Ich hatte auf ein 3:1 gehofft, wir sind gut drauf, hatten viele Fans und alle sind mit der Punktausbeute zufrieden." Auch Jürgen Veith jubelte: "Endlich ist der Plüderhausen-Fluch vorbei, wir verloren oft, jetzt haben wir sie geschlagen. Wir haben eben einen Niwa von einem anderen Stern, wie er die letzten zwei Punkte hervorzauberte, ist absolute Weltklasse." Trainer Jian Qiu betonte, dass Wang zu viele leichte Fehler machte, die Bälle nicht zurückbrachte, aber er war optimistisch, weil Niwa immer für zwei Punkte gut ist. Gäste-Manager Matthias Landfried meinte: "Wir boten eine ordentliche Leistung, das hilft uns aber nicht. Koki ist eben überragend, er ist derzeit immer für zwei Punkte gut. Mit dem 1:3 können wir gut leben."

Der TTC hat Ziele: Am 28. Dezember in der Porsche-Arena, im Pokal-Viertelfinale, trifft er auf Ochsenhausen, bei einem Sieg wahrscheinlich auf Fulda.

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