Starker Neuling fordert Zainingen

Seine Platz an der Sonne will der SSV Reutlingen II (gegen Glems) verteidigen. Den ersten Heimsieg der Saison haben der TSV Wittlingen (gegen K"furt) und Croatia Reutlingen (gegen Zainingen) im Visier.

Seine blütenweiße Weste verlor Tabellenführer SSV Reutlingen II (7 Punkte) beim 1:1-Auswärtsremis beim Aufsteiger TSV Undingen. "Meiner Mannschaft hatte der letzte Biss und Wille gefehlt. Wir haben eine schwache Leistung abgeliefert", dieses enttäuschte Fazit zog SSV-II-Trainer Peter Kaschuba.

Die Chance zur Wiedergutmachung hat der Tabellenführer am kommenden Sonntag, wenn Schlusslicht TSV Glems (0) an der Kreuzeiche gastiert. Nicht auflaufen kann bei den Kreuzeichekickern höchstwahrscheinlich Torjäger Karapantzos. "Glems ist sicherlich besser als es der aktuelle Tabellenstand aussagt. Meine Mannschaft hat etwas gutzumachen und drei Punkte sind für uns Pflicht", lautet der Ausblick von Kaschuba.

Beim TSV Glems war nach der 0:1-Heimniederlage gegen Mössingen Katzenjammer angesagt. "Eine völlig unnötige Niederlage", bilanzierte der Glemser Spielertrainer Hüseyin Fidan nach Spielende.

Vor dem Gastspiel beim SSV Reutlingen II macht sich Fidan wenig Illusionen. "Wir sind krasser Außenseiter und haben nichts zu verlieren. Wir wollen dem SSV so lange wie möglich das Leben schwer machen und ein Punktgewinn wäre ein großer Erfolg für uns", schaut Fidan voraus.

Den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach brachte Aufsteiger SV Croatia Reutlingen (4) beim 2:1-Auswärtssieg in Dettingen/Rottenburg. "Auf Grund der besseren Torchancen geht unser Sieg in Ordnung", freute sich Croatia-Coach Damir Lucic über den ersten Bezirksliga-Sieg in der Vereinsgeschichte der Kroaten.

Am Sonntagnachmittag empfängt der Aufsteiger auf heimischem Geläuf den SV Zainingen (4), der am vergangenen Wochenende eine herbe 1:4-Heimpleite gegen die SV 03 Tübingen hinnehmen musste. Nach dem Sieg in Dettingen/Rottenburg soll gegen Zainingen der erste Heimsieg eingefahren werden.

Zurückgreifen kann Lucic dabei wieder auf Maurizio Amato. "Ich kann Zainingen nur sehr schwer einschätzen. Unser Ziel sind ganz klar drei Punkte, wobei meine Mannschaft sicherlich noch Zeit braucht, um ihr Leistungsmaximum zu erreichen", hofft Damir Lucic auf einen Croatia-Heimsieg.

Nichts zu bestellen hatte der SV Zainingen bei der 1:4-Niederlage gegen die gelbschwarzen Tübinger. "Der SV 03 Tübingen war in allen Belangen die bessere Mannschaft. Allerdings haben wir in der Defensivarbeit zu viele individuelle Fehler produziert, die wir ganz schnell abstellen müssen", konstatierte SVZ-Trainer Klaus Vöhringer.

Vor dem Gastspiel bei Croatia Reutlingen leiden die blau-weißen Älbler weiterhin unter ihrer sehr dünnen Personaldecke.

"Ich erwarte einen sehr stürmischen Gegner. Wir müssen intelligent spielen und körperlich voll dagegenhalten. Wir wollen mindestens einen Zähler entführen", erwartet Klaus Vöhringer einen heißen Tanz beim Aufsteiger.

Den ersten Punkt in dieser Saison ergatterte Landesligaabsteiger TSV Wittlingen (1) beim 3:3-Heimremis gegen Aufsteiger TSV Gomaringen. "Mit der Moral der Mannschaft, die einen zweimaligen Rückstand egalisiert hatte, bin ich sehr zufrieden", analysierte Wittlingens Spielertrainer Marco Berenyi.

Am kommenden Sonntag empfangen die Älbler den TB Kirchentellinsfurt (4), der am vergangenen Wochenende eine 0:3-Heimniederlage gegen Derendingen hinnehmen musste. Personell ist die Lage in Wittlingen weiterhin sehr angespannt.

Ein dickes Fragezeichen steht unter anderem auch hinter dem Einsatz von Marco Berenyi (Wade). "K"furt ist die launische Diva der Liga und nur sehr schwer einzuschätzen. Wir müssen endlich den ersten Saisonsieg einfahren, damit wir nicht auf Wochen hin am Tabellenende stehen", fordert Berenyi einen Dreierpack von seinem Team.

Zufrieden zeigte sich Trainer Patrick Schweizer nach dem 2:2-Remis des TSV Dettingen/Erms (5) gegen den SSC Tübingen. "Die Punkteteilung war leistungsgerecht. Mit dem Saisonstart bin ich sehr zufrieden", resümiert Schweizer.

Am Sonntag müssen die Ermstäler zur Spvgg. Mössingen (6) reisen, die ebenfalls sehr gut aus den Startlöchern gekommen ist. Personell hat Patrick Schweizer die Qual der Wahl, da alle Mann an Bord sind. "Mössingen ist eine defensiv sehr gut organisierte Mannschaft, die allerdings in der Offensive auch etwas die Durchschlagskraft fehlt. Unser Ziel ist mit einem Remis unsere Serie auf vier Spiele ohne Niederlage auszubauen", betont Schweizer.


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Autor: STEFAN GEIGER | 03.09.2010

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