Römersteins Nachwuchs punktlos

Mit einem Sieg und einem dritten Rang brachte Pia Fink vom SV Bremelau das Deutschland-Pokal-Wochenende in Balderschwang hinter sich. Die Römersteiner Nachwuchsläuferinnen schafften keine Punkteränge.

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Emelie Eisele war nach ihrem ersten Wettkampf in diesem Winter noch nicht zufrieden. "Mein Ziel ist es, in den Landeskader zu kommen, aber dafür benötige ich Punkte", sagt sie.  Foto: 

Die Skier waren abgeschnallt, eine warme Jacke übergestreift, als Pia Fink mit einem Lächeln im Gesicht ihr Rennen kommentierte. "Ich bin froh, dass es heute auch mal im klassischen Stil geklappt hat. Das war zuletzt ja nicht mehr so", nickte sie zufrieden.

Im Massenstart-Rennen über 10,3 Kilometer hatte sich Pia Fink auf einer Loipe mit sehr viel Neuschnee in der ersten Runde in der fünf Läuferinnen starken Spitzengruppe positioniert. Es war dann Therese Eichhorn (Biberau), die in der zweiten von drei Runden die Führung übernahm und das Tempo hochhielt. Sie holte ein paar Sekunden heraus und als es schließlich in der dritten Runde in den ersten Berg hinein ging, machte die Thüringerin noch mal entscheidenden Boden gut. Am Ende gewann sie mit in 36:53,4 Minuten. "Ich habe das gar nicht richtig mitbekommen, dass sie weg lief. Auf einmal war eine Lücke da", schilderte Pia Fink die Situation. Mit welcher Strategie sie ins Rennen gehen wollte? Pia Fink drehte sich um und lachte. "Ich wollte mit Sofie laufen." Die stand neben ihr und lachte auch.

Die Allgäuerin ist gleich alt wie die Hundersingerin und Mitglied im Nationalkader. Insofern war sie eben eine Orientierung in Sachen Leistung, aber auch sonst scheinen sich die Beiden gut zu verstehen. Die gute Beziehung zur Kollegin spielte auf der Zielgeraden keine Rolle. Einen Angriff von Juniorin Katherine Sauerbrey hatten Krehl und Fink pariert und sich schließlich deutlich von ihr und auch von Eva Wolf aus Agenbach abgesetzt. Sie kamen sogar noch mal näher an Eichhorn heran. Auf die letzten 60 Meter bog Sofie Krehl vor Pia Fink ein und ließ sich den zweiten Platz (+7,6) mit einer Skilänge Vorsprung nicht mehr nehmen. Das tat der Freude von Pia Fink aber keinen Abbruch. Wichtiger ist ihr schon, dass sie für den nächsten Continental-Cup im Februar wieder vorgesehen ist. Zuletzt hatte man sie in Planica nicht eingesetzt.

Vorher steht allerdings in zwei Wochen noch die Deutsche Meisterschaft in Oberhof auf dem Programm.

Ein Erfolg, aber auch weniger bedeutsam, war Pia Finks Sieg im Prolog am Samstag. Außer Eva Wolf hatte sie über die drei Kilometer im Freistil keine Konkurrentin.

In der Jugendklasse U16 bestritt Britta Holder von der SZ Römerstein ihre ersten Rennen im Deutschland-Pokal. Im 1,5 Kilometer langen Prolog wurde sie 32., 54,55 Minuten hinter der Siegerin Lisa Lohmann (Oberhof, 4:16,16 Minuten). Nachdem sie monatelang an einer Entzündung im Schienbein laboriert hatte, beim Skiroller-Training noch aufs Knie gefallen war und zuletzt auch noch einen Infekt zu verdauen hatte, war bei Holder schon vorher klar, dass sie keine Bäume ausreißen würde. Das war auch im Klassik-Distanz-Rennen (Doppelstart) am Sonntag über 5,2 Kilometer so. Da wurde es immerhin Rang 29, 4:34 Minuten hinter der erneuten Siegerin Lisa Lohmann (20:36).

"In der zweiten Runde bin ich an dem langen Berg eingebrochen. Ich habe mich natürlich nicht so gut gefühlt. Das Schienbein habe ich nicht gespürt, aber es fehlt mir halt Training. Unter diesen Umständen ist das okay", kommentierte Britta Holder ihre Ergebnisse.

In Balderschwang wurden auch zwei Runden des Deutschen Schüler-Cup ausgetragen. Dafür hatte sich Emelie Eisele (SZ Römerstein) mehr erhofft als die Plätze 32 und 38 (Prolog). "Ich dachte eigentlich, es geht voll gut. Ich habe mich auch gut gefühlt, aber Platz 32 ist nicht das, was ich mir gewünscht habe", meinte sie am Sonntag nach 5,2 Kilometern im Klassischen Stil, die sie mit 3:37,8 Minuten Rückstand auf Kim Krueger (Oberhof, 19:15,9) beendete. Bei andauerndem Schneefall war sie auch mit ihren Skiern zufrieden. "Keine Ahnung, warum das doch nicht so gut war. Gestern beim Prolog, da ging es noch nicht gut, aber heute eigentlich schon", zuckte sie nach ihrem ersten Wettkampf in diesem Winter mit den Schultern. "Ich hoffe, es wird besser. Mein Ziel ist in den Landeskader zu kommen, aber dafür benötige ich Punkte", so Eisele. Punkte gibt es bis Rang 25.

Im Prolog (1,5km) reichten 54,35 Sekunden Rückstand auf Linda Schumacher (Geyer, 4:28,57) in der Schülerklasse U15 nur zu Platz 38.

Vereinskameradin Paulina Keppler wurde in der U14 auf Platz 40 im Prolog (+50,61) und 36 (+3:16) über 5,2 Kilometer klassisch notiert.

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