Pyrrhussieg für Eningens Herren?

Verrücktes Wochenende: Da gewinnt Regionalligist TSV Eningen mit 3:2 beim USC Freiburg und sichert den wichtigen Platz sieben, muss aber vielleicht aufgrund einer komplizierten Abstiegsregelung doch absteigen.

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Ebenso erstaunlich: Da schlittern die Landesliga-Damen des TSV Eningen seit Monaten im freien Fall Richtung Bezirksliga und können sich ausgerechnet in Rottenburg mit einem nie für möglich gehaltenen 3:1-Sieg fast schon befreien. Und da setzt Bezirksligist TSV Eningen II seine Siegesserie mit dem 3:0 in Beffendorf fort und schnuppert nach zwischenzeitlichen Abstiegssorgen sogar an Rang drei.

"Es wäre wirklich bitter, wenn unsere Anstrengungen umsonst gewesen wären", ist Eningens Zuspieler Jonathan Schopp ziemlich konsterniert wegen der immer erst am Saisonende neu ausgetüftelten Abstiegsregelung des Verbandes. Da in der 3. Liga Süd mit Konstanz und Rottenburg II zwei Vereine in die Regionalliga Süd absteigen werden, wird überlegt, die Liga bei zwei Absteigern auf elf Vereine aufzustocken und keine Relegation zu spielen (sehr gut für Eningen) oder die Liga bei zehn Vereinen zu belassen, den Drittletzten ebenfalls absteigen zu lassen und keine Relegation stattfinden zu lassen (sehr schlecht für Eningen). Trotz dieser Ungereimtheiten ließen sich die Arbachtäler am Samstag nicht verunsichern, begannen stark und hatten Freiburg dank guter Aufschläge und starker Blockarbeit stets im Griff. Dann leisteten sich Eningens Angreifer in den Sätzen zwei und drei kollektive Aussetzer, die zu vielen Punktverlusten führten. Alles schien die gewohnte Bahn zur 1:3-Niederlage zu nehmen. Doch mit dem Mute der Verzweiflung stemmte sich der TSV gegen Freiburgs Angriffe und tatsächlich gewann man langsam wieder die Oberhand.

Als Daniel Wödl den Schmetterball zum 25:20 verwandelte, war zumindest ein Punkt gesichert. Im fünften Satz gelang dem TSV dann rasch eine beruhigende Führung, die bis zum Ende Bestand hatte (15:10). Jetzt will man sich in zwei Wochen nochmals ordentlich von den Fans verabschieden, ob dann der Platz zum Klassenerhalt reicht, wird man wohl erst später erfahren.

TSV Eningen: Anft M., Anft P., Bauer, Bertsch, Kimmerle, Lenz, Mattes, Schopp, Trebes, Weber, Wiese, Woedl.

Wie ein Wirbelwind fegte der TSV Blaustein über die TSG Reutlingen hinweg und liefert sich nach dem 3:0-Erfolg weiterhin ein spannendes Rennen mit dem SSV Ulm 1846 um die Meisterschaft. "Heute waren wir nicht in der Lage, dem Gegner wirklich Paroli zu bieten wie in Rottenburg und Ulm. Unsere Annahme war sehr durchwachsen, sodass wir kaum ein schnelles Spiel aufziehen und oft nur hoch über die Position vier angreifen oder sogar nur Dankebälle über das Netz spielen konnten. Diese waren natürlich eine leichte Beute für Blausteins Block oder Abwehr. Nun haben wir vier Heimspiele vor der Brust, allesamt gegen schlagbare Gegner. Wenn wir drei davon gewinnen, schaffen wir es noch in die Relegation", glaubt Jana Cudok noch immer optimistisch an den Klassenerhalt.

TSG Reutlingen: Böswald, Bühler, Cudok, Fetzer, Fuchs, Hellbig, Köhler, Schneck, Zöllner.

Das war enorm wichtig fürs Selbstbewusstsein! Mit dem 3:1-Erfolg beim TV Rottenburg II haben die Landesliga-Damen des TSV Eningen gerade rechtzeitig neuen Mut für das Derby gegen die TSG Reutlingen zum Saisonabschluss am 20. März geschöpft und die TSG in den Nachholspielen gegen Baustetten und Biberach II (12. März) gehörig unter Druck gesetzt. Gegen die seit Wochen weit unter Form spielenden Neckarstädterinnen waren die Arbachtälerinnen immer auf Augenhöhe und bestimmten trotz des Verlusts des ersten Satzes über weite Strecken das Spiel. Die Abwehr ackerte wie wild und vorne besorgte der Angriff den Rest. Nach der 2:1-Führung für Eningen brachen die Gastgeberinnen regelrecht ein und wurden vom TSV mit 25:8 deklassiert.

TSV Eningen: Bings, Buckendahl, Hellmann, Hoffmann, Missbauer, Ribeiro-Küppers, van Severen, Taigel, Vielsack, Wien, Zander.

Auf der Zielgeraden macht der TSV Eningen II nochmals richtig Ernst und feierte seinen vierten Sieg in Folge. Gegner Beffendorf hatte in keinem Satz gegen den gut postierten TSV-Block eine Chance und fand auch kein Mittel gegen die Schnellangriffe der Schopp-Truppe.

Auch der schon als Meister feststehende TSV Eningen III gab sich bei der SG Tübingen/Ofterdingen keine Blöße und hatte beim 3:1 nur im zweiten Satz eine kurze Schwächephase, die zum Satzverlust führte. Danach war der TSV wieder Herr auf dem Feld.

TSV Eningen II: Bechler, Brielmann, Hellmann, Jaksche, König, Mezger, Pauckner, , Renz , Schilling, Schmid, Siller.

TSV Eningen III: Bückle, Fellmeth, Frank, Friedrichson, Mehlo, Schimmel, Swoboda, Thienel, Wolff, Zander.

Völlig chancenlos waren die Bezirksliga-Damen der SG Reutlingen/Betzingen beim Tabellenzweiten FV Tübinger Modell II, bleiben aber trotz der 0:3-Pleite auf Rang fünf.

SG Reutlingen/Betzingen: Bohne, Farvetto, Herzog, Humic, Kreye, Kühne, Pfitzer, Rill, Simon, Straub. ropa

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