Mit Leibe und Seele die Nachwuchsförderung betrieben

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Der bisherige Motor von „Jugend trainiert für Olympia“ in Pliezhausen und die künftigen Verantwortlichen: Joachim Gommlich, umrahmt von seinen Nachfolgerinnen Susanne Sterr (lin.) und Doris Völter, sagt ade.   Foto: 

Im Jahr 1969 gegründet, ist ,,Jugend trainiert für Olympia“ (IFTO) mit seinen rund 800.000 Teilnehmern der größte Schulsportwettbewerb weltweit. Alljährlich messen sich Schulmannschaften aus ganz Deutschland und suchen in 19 Sportarten die jeweils beste Mannschaft. ,,Jugend trainiert für Olympia“ bietet Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten, bereits im schulischen Rahmen Wettkampferfahrung zu sammeln, es vermittelt positive Werte wie Fairness, Teamgeist und Einsatzfreude, motiviert für ein lebenslanges Sporttreiben und ist Sprungbrett vom Schulsport hinein in die Sportvereine.

Aus dieser ,,Talentschmiede“ sind Spitzensportler, so wie Boris Becker, Franziska van Almsick, Ole Bischof, Michael Groß, David Storl und noch viele andere hervorgegangen.

Die als größtes Kreisfinale bundesweit geltende Pliezhäuser Schulsportveranstaltung von ,,Jugend trainiert für Olympia“ liefert seit Jahrzehnten beeindruckende Zahlen. Hinter dem Erfolgsmodell steckt eine lange Geschichte engagierter Lehrer. Über 45 Jahre haben sie mit viel Enthusiasmus und Einsatz die Entwicklung des Kreisfinales vorangetrieben und damit einen bemerkenswerten Wert im regionalen schulpolitischen Bereich geschaffen. Die Erfolgsgeschichte begann 1972 im damals neu gebauten Schönbuchstadion.

Bis heute haben fünf Kreisbeauftragte Wettkämpfe für mehr als 80.000 Schüler organisiert. Hauptschul-Rektor Kurt Deile, Konrektor Klaus Werz, Ewald Walker als Gymnasiallehrer und Pliezhäuser Leichtathletik-Chef, der spätere Realschul-Rektor Rainer Wahl und der Eninger Joachim Gommlich, seit 25 Jahren Hauptorganisator, sorgten für Kontinuität.

 Jetzt wurde der seit 30 Jahren an der Pliezhäuser Gemeinschaftsschule als Lehrer für Sport und EWG (Erdkunde, Wirtschaft und Gemeinschaftskunde) tätige 62-jährige Joachim Gommlich in einer Veranstaltung mit dem Thema ,,Stabwechsel Jugend trainiert für Olympia“ im Schulzentrum Pliezhausen verabschiedet (wir berichteten bereits). Nicht aus dem Schuldienst, sondern nach 25 Jahren Hauptorganisator des Schulsportwettbewerbs.

Für Rektor Martin Fouqué stand Joachim Gommlich ,,25 Jahre an vorderster Front und genoss als Hauptorganisator hohe Wertschätzung auch deshalb, weil er mit Leib und Seele hinter der Veranstaltung stand.“ Er dankte und verabschiedete dem unermüdlichen Macher ,,im Namen aller Anwesenden“ und rief ihm zu: „Vielen, vielen Dank für ihr großes Engagement und die immer gute Zusammenarbeit.“ Beschenkt wurde der Eninger mit dem Buch ,,Olympische Spiele Rio 2016“, einem Couvert und einem stattlichen Blumenstrauß. Bürgermeister Christof Dold schloss sich den Worten des Rektors an und ergänzte unter anderem: ,,Auch das Schulamt schätzte ihr großes Engagement, in dem sie nie müde wurden und die Fahne stets hochgehalten haben.“

 Joachim Gommlich selbst ließ im Rückblick vieles der vergangenen 25 Jahre Revue passieren und hob hervor: ,,Mit großem technischem, logistischem und persönlichem Aufwand versuchten wir auf alle möglichen Ereignisse vorbereitet zu sein. Dies war aber nur möglich, weil wir die Unterstützung der Gemeindeverwaltung Pliezhausen, des Bauhofs und der Schulleitungen hatten. Dafür ein herzliches Dankeschön, verbunden mit der Bitte, auch dem neuen Organisationsteam diese Unterstützung zu gewähren.“

Wie er vor 25 Jahren dazu kam und warum er es so lange gemacht hat? ,,Man meinte, du könntest es doch machen und dann habe ich es getan. 2014 wollte ich eigentlich aufhören, weil sich aber kein Nachfolger gefunden hatte, habe ich halt weitergemacht.“

Jetzt blickt der Verabschiedete auf 80 Wettkampftage zurück, für die er in der Vorplanung, Durchführung und Nachbereitung im Pliezhäuser Schönbuchstadion der Hauptverantwortliche war.

Fortan liegt die Organisation des Leichtathletik-Finales im Schulsportwettbewerb ,,Jugend trainiert für Olympia“ in den Händen eines Quartetts mit Susanne Sterr, Doris Völter, Martin Beck und Ulrich Singer. 217 Mannschaften aus 77 Schulen hatten 2016 am Schönbüchrand teilgenommen. Es wird wohl so sein, dass das Erfolgsmodell im schwäbischen Pliezhausen noch viele Jahre lang nicht enden wird. swp

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