Mit dem Rad einen Rekord geschafft

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Am vergangenen Wochenende starteten Silvia Nißle und Barbara Alber von der Radabteilung des TSV Dettingen beim „Race across Germany“. Dabei geht es, in Anlehnung an das berühmte „Race across America“, darum, Deutschland von Nord nach Süd mit dem Rad in möglichst kurzer Zeit zu durchqueren. Dafür findet sich natürlich keine große Teilnehmerzahl und so standen am vergangenem Freitag um 8:30 Uhr Zweier-Teams und Einzelstarter in Flensburg am Start, um die 1102 Kilometer und zirka 9000 Höhenmeter nach Garmisch-Partenkirchen in Angriff zu nehmen. Ein Betreuungsfahrzeug mit zwei Fahrern war für alle Teilnehmer Pflicht.

Regen macht zu schaffen

Der Regen machte den Teilnehmern sehr zu schaffen. Silvia Nißle übernahm die ersten drei Stunden. Schon nach wenigen Kilometern war sie trotz Regenbekleidung durch und durch nass. Temperaturen um 15 bis 20 Grad verhinderten, dass der Körper zu stark auskühlte. Um 11 Uhr übernahm Barbara Alber. So ging es über Kiel, Neumünster und Bad Oldesloe östlich an Hamburg vorbei, wo gegen Abend die Elbe überquert wurde.

Vier-Stunden-Etappe

Die beiden beschlossen dann, die Nacht in zwei Vier-Stunden-Etappen zu bewältigen, um vielleicht ein bisschen Schlaf zu finden. Dann ging es vorbei Richtung Braunschweig. Weiter führte die Route über Göttingen Richtung Würzburg und tatsächlich hörte der Regen nach fast 30 Stunden auf und man konnte in Bayern sogar etwas Sonne tanken. So war man gegen Abend guter Dinge, dass man auch die zweite Nacht noch gut überstehen würde, zumal das Navigationsgrät „nur“ noch 300 Restkilometer anzeigte.

1102 Kilometer

Weiter ging es über Murnau nach Garmisch-Partenkirchen. Um 4 Uhr 30 in der Nacht war es geschafft: gemeinsam fuhren Barbara Alber und Silvia Nißle nach 1102 harten Kilometern ins Skisprungstadion ein, wo sie vom Renndirektor und seinem Team empfangen wurden.

In 44 Stunden und 30 Minuten haben sie Deutschland bei widrigstem Wetter nonstop von Nord nach Süd durchquert. Bei der 18. Durchführung des RAG erzielte das Team vom TSV Dettingen gleichzeitig noch einen Streckenrekord für Frauenteams. Ein Rennen, das allen Beteiligten alles abverlangte und das bei gutem Wetter um einiges einfacher gewesen wäre. Trotzdem kämpften sich alle durch und erreichten mit Stolz das Ziel. „Es war eine Erfahrung, die man sein Leben lang nicht mehr vergessen wird“, so die beiden Fahrerinnen.

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