Meister-Titel, Siege und Podestplätze für die Älbler

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Die Winzigkeit von 0,1 Sekunden glitt der Ski von Isabell Mettang vor dem der Leutkircherin Vera Gruber über die Ziellinie und damit zum schwäbischen Meistertitel für die Mehrstetterin in Diensten des SV Bremelau am Kniebis bei Freudenstadt.

Isabell Mettang hatte sich im Massenstart in der ersten von zwei 2,5-Kilometer-Runden noch zurückgehalten, doch dann übernahm sie das Zepter. Allerdings griff Vera Gruber am letzten Anstieg ganz stark an, so dass Isabell Mettang noch mal richtig dagegen halten musste. „Das hat sie stark gemacht“, lobte SVB-Coach Wilfried Häbe.

Katja Mettang (SV Bremelau) kam fünf Sekunden nach ihrer Schwester Isabell ins Ziel und war damit schnellste Juniorin, wofür aber kein Titel vergeben wird.

Beinahe hätte es auch bei den Männern einen schwäbischen Meister aus Mehrstetten gegeben. Doch das Duell zwischen Michael Mettang und Moritz Waidelich ging zugunsten des 20 Jahre Jüngeren aus Enzklösterle aus. Das Rennen blieb offen bis zum Schluss, Mettang machteviel Führungsarbeit („Vielleicht zu viel“), der Heubacher Tobias Weyer griff in der letzten Runde als Erster an, büßte aber dafür und verlor als Letzter den Anschluss an Mettang und Waidelich. Zwischen dem Älbler und dem Nordschwarzwälder kam es zum Zielsprint. „Da hatte ich keine Chance“, bekannte Mettang, „ich hätte vielleicht früher noch mal anziehen sollen. Aber ich bin unter den Umständen sehr zufrieden, damit hätte ich nicht gerechnet.“ Am Ende trennten die Konkurrenten nach zehnKilometern und 21:59,0 Minuten lediglich 0,3 Sekunden. Tobias Weyer lag bereits 5,6 Sekunden zurück. Matthias Etzel (Römerstein) lief im Feld der 32 Männer ein starkes Rennen, das er mit 54,5 Sekunden Rückstand als Fünfter beendete.

Der Vorsitzende der Skizunft Römerstein konnte sich mit Trainer Frank Eisele über vier SZ-Siege in den Nachwuchsklassen freuen. Kaya Pfau legte in der U14 nach ihrem Sieg vom Samstag gleich nach und gewann auch das Massenstart-Rennen und verwies die Zainingerin Alexa Fuchs mit 12,1 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Tim Feller duellierte sich in der U10 mit seinem Vereinskameraden Nico Füllemann und gewann ein weiteres Rennen. „Bei ihm läuft es einfach“, meinte Eisele. Auch Elli Klebba (U8) und Luis Füllemann (U11) standen ganz oben auf dem Podest.

Der gastgebende WSV Mehrstetten stand dem nicht nach. Lena Mettang (U13) setzte ihre Siegesserie fort und bezwang Lara Meroth (Eglofs) um 9,4 Sekunden. Juliane Mettang und Hendrik Krüger waren in der U7 erfolgreich, und dazu gab es sowohl für den WSV als auch für die Skizunft Römerstein noch zahlreiche Podestplätze. „Die ganze Truppe war richtig, richtig gut“, meinte WSV-Coach Michael Mettang, der sich über den Nachwuchs noch mehr freute als über seine eigene Leistung.

Marius Mettang wurde in der U12 nur hauchdünn auf Rang zwei verwiesen und Felix Schiller und Fabian Weißinger zeigten in der U14 als Zweiter und Dritter, dass sie Potenzial besitzen.  „Das war echt überzeugend. Fabian hat sich zuletzt sehr gut entwickelt. Deshalb werde ich versuchen ihn auch noch zum deutschen Schülercup mitzunehmen“, so Mettang.

Auch der Münsinger Stadtteilverein SV Bremelau wurde durch Robin Schleker (U9) mit einem Podest (2.)  dekoriert.  Markus Brunner wurde in der U15 nur Sechster, war aber nach einer Grippe noch nicht auf der Höhe. Das galt auch für Jonas Schwenk, dem der Römersteiner Coach Frank  Eisele mehr zutraut als den fünften Rang in der U14.

Der Mehrstetter WSV-Vorsitzender Thomas Lange konnte gestern Nachmittag eine positive Bilanz ziehen: „Es hat alles gut funktioniert. Pistenchef Björn Waidelich hat die Loipen top präpariert, der Kniebis ist bestens geeignet.  Für den Team-Sprint hätte man am Samstag gerne ein paar mehr als die 70 Teams am Start gehabt, doch auf der anderen Seite waren die 220 Meldungen für den Massenstart 25 mehr als sie die SZ Römerstein im vorigen Jahr bei den Schwäbischen auf den Listen hatte.

Mit den Wetterbedingungen hatten die Organisatoren auch Glück, denn der Sturm am Samstag berührte nicht die Wettkämpfe, sondern nur die Siegerehrungen. Dafür verzog man sich in die Garagen der Pistenbullys. Und gestern setzte erst gegen Mittag Schneeregen ein.

Hervorheben wollte Lange noch die vergleichsweise große Starterzahl bei den Männern. 32 stellten sich an den Start und sorgten so für schöne Bilder.

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