Länderspiel ein voller Erfolg

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Der 22-jährige Lars Schänzler lieferte in seinem achten Länderspiel spektakuläre Szenen im Einzel gegen Mathias Bonny, das er mit 2:0 gewann. Er sicherte sich Bronze bei der „Deutschen“ 2017.  Foto: 

Viel Lob heimste sich am Mittwochabend die Badminton-Abteilung der TuS Metzingen bei der Ausrichtung eines Test-Länderspiels in der Metzinger Öschhalle ein. Die Schweizer Auswahl wurde klar und deutlich mit 5:0 besiegt. Schon einen Tag zuvor setzten sich die Deutschen in St. Gallen knapp mit 3:2 gegen die Eidgenossen durch.

Anlässlich des 50. Geburtstages der Abteilung hätte man sich in der Sieben-Keltern-Stadt nur schwerlich ein besseres Event wünschen können. Der Präsident des Baden-Württembergischen Badminton-Verbandes, Bernhard Mai aus Nürtingen, war voll des Lobes über die Veranstaltung und überreichte ein Geschenk samt einer Geldspende: „So was kann man sich nur wünschen. Die TuS hat bewiesen, zu was sie in der Lage ist. Eine volle Halle und tolle Leistungen. Es war eine Werbung für unseren schönen Sport. Die TuS Metzingen ist im Land sehr gut aufgestellt.“

TuS-Abteilungsleiter Ralf Ortinau nahm die Glückwünsche gerne entgegen. „Wir haben unser Ziel erreicht und ein großes Event geboten“, sagte er angesichts der vollen Halle. „Die wirtschaftliche Seite stand nicht im Vordergrund. Ich denke aber, dass wir mit einem guten Plus abschließen werden.“ Die mitveranstaltende Agentur „Advantage Event Projekt“ (AEP) kümmerte sich vorwiegend um die Lizenzrechte und die nötigen Gegenstände, die man für ein Länderspiel so braucht wie zum Beispiel Bodenbelag, Netze, Banden etc. Ihr Inhaber Heinz Bußmann, der inzwischen sein 98. Länderspiel managte und seit 20 Jahren im Geschäft ist, führte  am Mikrofon gekonnt durch den Abend und versorgte die Zuschauer mit den nötigen Informationen. Die TuS durfte sich über die Einnahmen aus dem Catering freuen - und darüber, in Sachen Imagegewinn einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Um die Sponsoren hatte sich die Abteilung gekümmert. Unter anderem entsprang daraus eine stattliche, 80 Seiten umfassende Vereinschronik und ein 16seitiges Programmheft

„Badminton ist die schönste und schnellste Rückschlag-Sportart der Welt“, wusste Bußmann zu informieren. Und: „Die Geschwindigkeit im Moment des Schlages kann schon mal über 400 Stundenkilometer betragen.“

Von dieser schnellen Sportart konnten sich die Zuschauer überzeugen. Aber auch darüber, dass die deutsche Mannschaft sehr gut aufgestellt ist. Da revanchierte sich die aktuelle Deutsche Meisterin Luise Heim, die noch im Februar mit der deutschen Mannschaft Bronze bei der Europameisterschaft ergatterte gegen die mehrfache schweizerische Meisterin Ayla Huser für die Niederlage in St. Gallen eindrucksvoll. Ihr wird eine große Zukunft vorhergesagt.

Sie dürfte sich im Moment schon in der Weltrangliste zwischen Rang 40 und 50 bewegen. „Ich bin froh, dass ich mich durchtanken konnte. Das Publikum hat mich vorangetrieben, das war schon klasse.“

Mit ihrem Sieg zeichnete sie sich für das 3:0 verantwortlich und stellte damit die Weichen endgültig auf Sieg. Die Entscheidung war gefallen. Zuvor hatten sich Lars Schänzler und das Eingangs-Mixed Eva Janssens und Bjarne Geiss durchgesetzt. Die beiden Schlussdoppel gingen ebenso an die von Anja Weber betreute deutsche Mannschaft. Die Bundestrainerin war denn auch voll zufrieden: „Es gibt nichts zu mäkeln, das war eine gute Mannschaftsleistung. Wir konnten nicht erwarten, so deutlich hier zu gewinnen. Im Hinspiel einen Tag zuvor hatten wir viel mehr Probleme.“

In den Schlussdoppeln lief es dann gegen Ende wie aus einem Guss. Der 16. Sieg in Serie gegen die unter die Top-Zwölf in Europa hochgestuften Schweizer war perfekt. Die verjüngte deutsche Mannschaft, bei der zwei Akteure ihren Einstand in der Nationalmannschaft gaben, präsentierte sich hungrig nach Erfolg.

In allen fünf Duellen des Abends wurde kein einziger Satz abgegeben. Bernhard Mai, der hin und wieder die Ligaspiele der SG Metzingen/Tübingen vor Ort verfolgt, will sich in Zukunft dafür einsetzen, dass die Trainer „noch besser geschult werden“ und sich „die Jugend noch internationaler aufstellt“.

Nicht entgangen war dem Verbandschef, dass kein regionaler Fernsehanbieter zugegen war. „Ich habe mitbekommen, dass die Halle für öffentliche Sender frei zugänglich war, nicht aber für Privatsender. Das kann nicht sein. Da muss eine Lösung her.“ Bekanntlich scheiterte der regionale Fernsehsender RTF an einer Übertragung, weil er die geforderten Lizenzkosten von 800 Euro nicht aufbringen wollte. Auf jeden Fall war das Länderspiel für die Metzinger Badminton-Spieler ein voller Erfolg.

So spielten sie

Eva Janssens/Bjarne Geiss gegen Celine Burkart/Oliver Schaller 21:19, 21:14; Lars Schänzler gegen Mathias Bonny 21:19, 23:21; Luise Heim gegen Ayla Huser 21:15, 23:21; Barbara Bellenberg/Eva Janssens gegen Cendrine Hantz/Celine Burkart 21:9, 21:17; Bjarne Geiss/Johannes Pistorius gegen Oliver Schaller/Pierrick/Deschenaux 21:15, 21:13.

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